Flagge der Ukraine

Engagement für die Menschen in und aus der Ukraine

Hilfe für die Ukraine und die Geflüchteten

Der russische Angriff auf die Ukraine führt zu großem Leid innerhalb der ukrainischen Bevölkerung. Immer mehr Menschen werden dazu gezwungen, die Ukraine zu verlassen und in den Nachbarländern Zuflucht zu finden. Viele von ihnen kommen nun auch in Nordrhein-Westfalen an – hier ist die Bereitschaft zu humanitärer Hilfe groß. Neben Geld- und Sachspenden für die in der Ukraine Verbliebenen und die Geflüchteten gibt es sowohl für Einzelpersonen als auch für Vereine, Verbände usw. vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv zu engagieren. | Letzte Aktualisierung: 12.09.2022

Diese Seite richtet sich insbesondere an Engagierte sowie Einzelpersonen und Vereine, die aktiv werden wollen. Daher stellen wir Ihnen im Folgenden nicht nur eine Auswahl an Informationen und Verlinkungen zur aktuellen Situation in der Ukraine zur Verfügung, sondern geben auch Auskunft über ausgewählte Stiftungen, Fördermöglichkeiten und Projekte, die zur Verbesserung der aktuellen Situation der Menschen in der Ukraine und der Geflüchteten in Nordrhein-Westfalen beitragen und im Rahmen derer ein Engagement möglich ist.

Allgemeine Informationen für Engagierte zur aktuellen Situation

Der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine hält weiterhin an. Die Situation im Land verschlechtert sich stündlich – immer mehr Menschen sind vom Leid betroffen, viele verlassen das Land.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen als Engagierte eine Auswahl an Verlinkungen zu Internetseiten zur Verfügung, die den Anspruch an Aktualität verfolgen. Auf Basis dieser Internetseiten können Sie sich einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen.

Informationen des Landes zur aktuellen Situation in Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat eine Internetseite zum Thema »Ukraine« ins Leben gerufen. Die Seite richtet sich insbesondere an betroffene und helfende Personen in Deutschland sowie Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Informationen zu Fragen rund um Themen wie Ankommen, Arbeit, Corona, Ausbildung, Schule, Wohnraum u.v.m. finden Sie auf www.land.nrw/ukraine.
 
Auch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) stellt auf seiner Internetseite Informationen zur Ukraine-Krise bereit. Die Seite richtet sich insbesondere an engagierte Personen und beantwortet Fragen rund um Hilfeleistungen und Unterstützungsmöglichkeiten in allen Stadien der Migration. Ergänzt wird das Informationsangebot durch einen neu entwickelten Chatbot. Der Chatbot ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch zugänglich und beantwortet mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die eingegebenen Fragen und weist bei Bedarf den Weg zu geeigneten Ansprechpersonen. Der Chatbot sowie weitere Informationen sind auf der Internetseite des MKJFGFI zu finden.

Wichtige Informationen zu Beratungsangeboten, Opferschutz und Prävention für von Gewalt bedrohte sowie betroffene Geflüchtete aus der Ukraine bietet die Landesregierung auf dem Portal für Opferschutz an. Das mehrsprachig zugängliche Portal, auf dem auch diverse Hilfetelefonnummern für verschiedene Personengruppen aufgeführt werden, finden Sie unter www.need-help.nrw.

Informationen des Bundes zur aktuellen Situation

Die Bundesregierung stellt auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite Informationen rund um das Thema »Ukraine« zur Verfügung. Die Seite richtet sich sowohl an Engagierte in Deutschland als auch an Menschen, die von der Situation unmittelbar betroffen sind.
Zum Hilfe-Portal für Geflüchtete aus der Ukraine

Auch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat eine Sonderseite für Engagierte und Menschen aus der Ukraine eingerichtet. Die Internetseite ist auch in ukrainischer und russischer Sprache zugänglich.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beantwortet auf seiner Homepage Fragen rund um die Einreise und Aufenthalt von Menschen aus der Ukraine. Die Informationen sind teilweise auch auf Ukrainisch einsehbar.
Zu den Informationen für Menschen aus der Ukraine zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland

Zusätzliche Informationen zur aktuellen Situation von weiteren Akteuren

Die Europäische Kommission hat für die Geflüchteten eine spezielle Telefonberatung in ukrainischer und russischer Sprache eingerichtet. Die Mitarbeitenden der Helpline beantworten Fragen und stellen praktische Informationen rund um Themen wie Einreise in die EU, Reisen innerhalb der EU, Rechte und Pflichten, und Möglichkeiten wie Bildung, Arbeit oder Gesundheitsversorgung. Das Angebot ist eine Ergänzung zum Kontaktzentrum Europe Direct, welches schriftliche Fragen entgegennimmt und innerhalb von drei Werktagen beantwortet.
Zur Rufnummer der Helpline und weiteren Informationen

Der Verein UPJ e.V. hat eine Online-Plattform für Geflüchtete aus der Ukraine erstellt, die rechtliche Unterstützung benötigen. Auf der Seite immigration4ukraine.org soll den geflüchteten Menschen schnell rechtliche Orientierung zur Verfügung gestellt werden, sodass sie sich gut informiert und rechtsicher auf ihren Weg nach und durch Europa begeben und sich dort zurechtfinden können. Neben aufenthaltsrechtlichen Fragestellungen geht es vor allem um Rechtsfragen zum Alltag — zu Arbeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit u.a. Die Plattform ist in Englisch und Ukrainisch verfügbar.

Für ukrainische Geflüchtete mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihre Angehörige stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe e.V.) auf ihrer Seite eine Übersicht zu Ansprechpersonen, Hilfeleistungen und Unterstützungsangeboten zur Verfügung. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert. Viele Angebote, auf die verwiesen werden, sind auch in englischer und ukrainischer Sprache zugänglich.
Zur Linksammlung für Geflüchtete aus der Ukraine

Die gGmbH Triaphon bietet mit der »Dolmetsch-Nothilfe Ukrainisch« einen 24/7-Zugang zu verfügbaren Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern an, die im medizinischen Bereich per Telefon übersetzen. Medizinisches Personal hat zunächst bis zum 30.09.2022 die Möglichkeit dieses Angebot kostenlos zu nutzen und somit sprachliche Barrieren in der medizinischen Betreuung kurzfristig abzubauen. Weitere Informationen finden Sie unter dolmetsch-nothilfe.org.


Wie kann ich mich für die Menschen aus der Ukraine engagieren?

Möglichkeiten für engagierte Einzelpersonen

In zahlreichen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden sind mittlerweile Menschen aus der Ukraine angekommen. Vor Ort ist die Bereitschaft, den Geflüchteten zu helfen, enorm. Dabei sind die Möglichkeiten der Unterstützung vielfältig und oftmals schwer zu überblicken. Neben Geld- und Sachspenden werden oftmals auch Ehrenamtliche für weitere Hilfsstrukturen, wie beispielsweise der Übersetzung, gesucht.

Da die Situationen sich nicht nur von Kommune zu Kommune unterscheiden, sondern sich auch tagesaktuell innerhalb einer Kommune verändern, ist die gezielte Hilfe wichtig. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, sich grundsätzlich in Ihrer Kommune vor Ort über die aktuellen Gegebenheiten und Bedürfnisse zu informieren.

Viele Kommunen haben auf ihren Homepages bereits umfangreiche Informationen zu Hilfsmöglichkeiten bereitgestellt. Über das Gemeindeverzeichnis des Städte- und Gemeindebundes NRW können Sie die Websites der 361 Mitgliedskommunen sowie der 30 NRW-Kreise und der StädteRegion Aachen aufrufen.

In vielen Kreisen und kreisfreien Städten gibt es außerdem Freiwilligenagenturen, die für die Vermittlung von engagierten Personen an entsprechende Projekte, Vereine und Organisationen zuständig sind.
Zur Auflistung der Freiwilligenagenturen

Darüber hinaus engagieren sich auch zahlreiche Wohlfahrtsverbände und Initiativen tatkräftig für die Menschen in und aus der Ukraine. Auch hier empfehlen wir Ihnen, sich bei den lokalen Verbänden vor Ort über entsprechende Projekte und Möglichkeiten, selbst anzupacken, zu informieren.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen eine Auswahl relevanter Hilfsmöglichkeiten für Interessierte und Engagierte zur Verfügung. Da wir dem Anspruch der Vollständigkeit dabei nicht gerecht werden können, empfehlen wir, sich auch immer selbst über weitere Möglichkeiten zu informieren.

Geldspenden

Grundsätzlich können sich alle Interessierten und Engagierten durch finanzielle Spenden an der Verbesserung der humanitären Situation beteiligen. Geldspenden ermöglichen es Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Vereinen umfangreiche Hilfsaktionen umzusetzen.

Ein mögliches Spendenziel ist die »Aktion Deutschland hilft«. Hierbei handelt es sich um ein Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen, das das Ziel einer effizienten Verwendung von Spendengeldern verfolgt, um gemeinsame, schnelle und koordinierte Hilfe für Menschen in Not zu leisten.
Zur Aktion Deutschland hilft

Weitere unterstützenswerte Hilfsprojekte zum Thema »Ukraine« finden Sie auf der größten deutschen Spendenplattform betterplace.org. Die Plattform sammelt im Rahmen der Spendenaktion »Nothilfe für die Ukraine« für verschiedene Hilfsorganisationen und Hilfsaktionen Geldspenden.

Darüber hinaus hat Alliance4Ukraine , ein koordinierendes Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Stiftungen, staatlichen Institutionen und Unternehmen, den Alliance4Ukraine Fund gegründet, mit dessen Hilfe, unterstützende Leistungen und Angebote für Geflüchtete aus der Ukraine gefördert werden sollen. Der Fund bündelt finanzielle Mittel von Stiftungen, Unternehmen und Einzelpersonen, um akute Bedarfe von stark beanspruchten Organisationen schnell und flexibel zu decken. Weitere Informationen finden Sie unter alliance4ukraine.org/fund/.

Zahlreiche Stiftungen bitten um Spenden und organisieren Hilfe für die Betroffenen der Ukraine-Krise. Damit Sie sich einen Überblick verschaffen können, hat der Bundesverband deutscher Stiftungen eine regelmäßig aktualisierte Auflistung der Stiftungen und ihrer Hilfsangebote zu unterschiedlichen Themenfeldern angelegt. Die Auflistung finden Sie unter www.stiftungen.org/aktuelles/stiftungen-fuer-die-ukraine.html.

Sachspenden

Oftmals fehlt es den Menschen vor Ort und auch den ukrainischen Geflüchteten unter anderem an Kleidung, Nahrung und Alltagsutensilien. Hier können gezielte Sachspenden hilfreich sein. Sachspenden-Aktionen werden zumeist durch die Kommunen und die lokal engagierten Verbände, Vereine und Initiativen organisiert. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen eine mit Ihrer Kommune oder aktiven Organisation abgestimmte Sachspende – insbesondere, wenn es um Spenden in die Grenzregionen oder die Ukraine geht. Nehmen Sie daher für Sachspenden Kontakt zu den Vertreterinnen und Vertretern jener Einrichtungen in Ihrer Region auf.

Weitere Hilfsangebote

Neben Geld- und Sachspenden bestehen für Interessierte und Engagierte weitere Möglichkeiten sich einzusetzen. Bürgerschaftliches Engagement, das über Geld- und Sachspenden hinausgeht, spielt dabei insbesondere für die ukrainischen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen Zuflucht suchen, eine große Rolle. Hilfreich sind hier unter anderem das zur Verfügung stellen von Betten, Wohnraum und Unterkünften, die Unterstützung bei Übersetzungen und die Begleitung bei Behördengängen.

Für Engagierte und Interessierte, die sich in einem dieser Bereiche einbringen möchten, hat das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) erste Informationen zusammengetragen.

Grundsätzlich fungieren als erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner auch hier wieder die Kommune und Akteure vor Ort. Sie sind bestens vernetzt, tagesaktuell informiert und wissen, wo der Schuh drückt. Wir empfehlen Ihnen daher eine Kontaktaufnahme zu den örtlichen Akteuren und Netzwerken in Ihrer Kommune.

Interessant sind an dieser Stelle auch die Freiwilligenagenturen des Landes. Sie bestehen in zahlreichen Kommunen und kümmern sich um die Koordination von Angebot und Nachfrage. Die Freiwilligenagenturen bringen interessierte Engagierte und unterstützungsbedürftige zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen.

Wer sich in der eigenen Kommune als Sprachmittlerin oder Sprachmittler engagieren möchte, dem empfehlen wir, sich an das Kommunale Integrationszentrum vor Ort zu wenden. Auf der Seite des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration finden Sie eine Übersicht aller Kommunaler Integrationszentren.

Darüber hinaus ist es mit Blick auf ein Engagement zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter hilfreich, zivilgesellschaftliche Organisationen und Vereine anzusprechen, die bereits im Bereich Flucht aktiv sind. Hierzu zählen oftmals auch Migrantenselbstorganisationen. Wir empfehlen Ihnen daher die Kontaktaufnahme zu Organisationen und Vereinen mit dem Schwerpunkt Flucht in Ihrer Region.

Für Engagierte im Ruhrgebiet bietet die Website ruhrschwung.de eine Auflistung von Organisationen und Initiativen im Ruhrgebiet nach Städten geordnet, die Unterstützung benötigen.

Das Patenschaftsprojekt »Wir sind Ukraine« ist eine Plattform, die sich an ukrainische Geflüchtete und Engagierte richtet. Das Hilfsangebot ist nach dem Matching-Prinzip aufgebaut und ermöglicht es somit, Hilfe anzubieten sowie Hilfsgesuche zu stellen. Neben den Patenschaften, die durch die Plattform gebildet werden, bietet ein Schwarzes Brett darüber hinaus die Möglichkeit, Hilfsangebote zu suchen und einzustellen.

In vielen Großstädten in Nordrhein-Westfalen bietet »SwaF – Start with a friend« die Möglichkeit, sich als Tandempartnerin oder Tandempartner zu engagieren. Auf diese Weise werden Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte oder Fluchterfahrung geschaffen und das Ankommen erleichtert. Neben dem SwaF-Tandem-Projekt werden auch die Projekte »SwaF Verein(t)«, mit dem Ziel der Einbindung in Vereine, und »SwaF Women«, speziell für Frauen, angeboten. Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie unter www.start-with-a-friend.de.

Unterstützung für Engagierte

Viele der Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, haben Schreckliches miterleben müssen und laufen Gefahr, dass ihre Seele davon Schaden nimmt. Engagierte Helfende kommen früher oder später zwangsläufig mit diesen potentiell traumatischen Erlebnissen in Kontakt. Um auf diesen Moment vorbereitet zu sein und auch auf sich selbst und die eigene psychische Gesundheit Acht geben zu können, bietet der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. eine Online-Schulung zum Thema »Psychologische Erste Hilfe nach Kriegserlebnissen – Tipps für Helfende und Angehörige« an. Im Rahmen der Schulung, die im praktischen Learning on Demand-Format abgerufen werden kann, werden die Grundlagen der psychologischen Ersten Hilfe und Selbstfürsorge im Kontext von Krieg und Trauma vermittelt. Zur Aufzeichnung der Schulung

Und auch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt beschäftigt sich in ihrer Online-Seminarreihe zum Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine mit dem Thema »Helfenden helfen – Resilienz in Krisenzeiten«. In der Veranstaltung, die in Kooperation mit Refugio München e.V. entstanden ist, wird aufgezeigt, wie Engagierte Resilienz in ihrem Freiwilligenmanagement von Anfang an mitdenken können und welche Hilfsangebote vorhanden sind, wenn es doch einmal zu viel wird. Hier gelangen Sie zu weiteren Informationen sowie der Aufzeichnung der Veranstaltung.


Wie kann meine Organisation sich für die Menschen aus der Ukraine engagieren?

Möglichkeiten für zivilgesellschaftliche Organisationen und Vereine

Nicht nur engagierte Einzelpersonen, sondern auch zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Möglichkeit sich bei der Unterstützung ukrainischer Geflüchteter zu engagieren. Dieses Engagement ist oftmals durch verschiedene Programme und Institutionen förderfähig. Im Folgenden finden Sie daher eine Auswahl an Programmen, mithilfe derer ein solches Engagement gefördert werden kann.

Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert immer wieder das Engagement von Vereinen, Verbänden und Organisationen. Die Förderungen finden in vielfältigen Bereichen auf Basis verschiedener Programme statt. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von möglichen Förderprogrammen, durch die zivilgesellschaftliche Organisationen auch im Hinblick auf die Unterstützung von ukrainischen Geflüchteten eine Förderung in Aussicht gestellt wird.

Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) – KOMM-AN NRW
Der Baustein II des Programms dient der unmittelbaren Förderung bürgerschaftlichen Engagements für Integration und Teilhabe und wird über die Kommunalen Integrationszentren an die Akteure vor Ort weitergeleitet. Wenden Sie sich für mehr Informationen an Ihr Kommunales Integrationszentrum vor Ort.

Staatskanzlei NRW – 2.000 x 1.000 Euro für das Engagement
Mit dem Programm fördert das Land Maßnahmen von Engagierten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen, die sich durch bürgerschaftliches Engagement auszeichnen. Auch Projekte, die sich an ukrainische Geflüchtete wenden, können gefördert werden.
Weitere Informationen

Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) – Förderung von Migrantenselbstorganisationen
Das Landesförderprogramm zielt darauf ab, gemeinnützige Migrantenselbstorganisationen ausgehend von ihren unterschiedlichen Bedarfen zu unterstützen. Relevante Informationen des Förderprogramms haben wir Ihnen im Bereich »Ausgewählte Landesförderprogramme« zusammengefasst.

Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) – Förderung von Sozialberatungen für Geflüchtete
Das Land bietet zusammen mit den Verbänden der LAG Freie Wohlfahrtspflege und den Kooperationspartnern der Flüchtlingsberatung im Rahmen dieses abgestimmten Förderprogramms ein breites Spektrum professioneller sozialer Dienstleistungen bei der Sozialen Beratung an. Gefördert werden gemeinnützig anerkannte Körperschaften des privaten Rechts, die belegen können, dass sie die zu fördernden Leistungen erbringen.

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung (MHKBD)
Mit dem Programm need-help.nrw fördert das Land Maßnahmen zur Beratung und Unterstützung von Frauen, die von konfliktbezogener sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht oder betroffen sind und die insbesondere anlässlich des Krieges in der Ukraine nach Deutschland geflohen sind. Im Zuge des Programmes können auch die Sensibilisierung und Schulung von Engagierten vor Ort sowie die Supervision für ehrenamtlich Tätige im Hinblick auf derartige Gewaltformen unterstützt werden. Förderfähig sind Träger von Frauenunterstützungseinrichtungen, zu denen unter anderem auch Vereine gehören.

Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales (MAGS) – Förderung von zusätzlichem Wohnraum
Das Landesförderprogramm unterstützt Maßnahmen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit und solche, die Menschen auf dem Weg aus der Obdachlosigkeit begleiten. Zu den Förderschwerpunkten zählen Prävention, Wohnungsbeschaffung, wohnbegleitende Hilfen, experimentelle Ansätze und Beratungsprojekte. Antragsberechtigt sind Kommunen, Träger der freien Wohlfahrtspflege und private Träger von Wohnungsnotfallhilfeprojekten.

Sonderprogramme weiterer Akteure explizit zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter

Aufgrund des anhaltenden Ukraine-Konflikts wurden einige Förderprogramme initiiert, durch die engagierten Vereinen, Verbänden und Organisationen die Unterstützung ukrainischer Geflüchteter mithilfe finanzieller Leistungen vereinfacht werden soll. Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Sonderprogramme.

Alliance4Ukraine Fund
Alliance4Ukraine ist ein koordinierendes Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Stiftungen, staatlichen Institutionen und Unternehmen, dessen Ziel es ist, koordinierte und ineinandergreifende Lösungen für die Geflüchteten aus der Ukraine zu schaffen. Dabei werden in erster Linie bestehende – primär zivilgesellschaftliche – Strukturen in Deutschland gestärkt. Für stark beanspruchte gemeinnützige Organisationen, die in diesem Zusammenhang kurz- oder langfristig Unterstützung leisten und für ihre Arbeit finanzielle Unterstützung benötigen, ermöglicht das Bündnis Anschub- oder Überbrückungsfinanzierungen über den Alliance4Ukraine Fund. Ob auch Ihre Organisation Mittel aus dem Fund erhalten kann, erfahren Sie unter alliance4ukraine.org/fund/ (Abschnitt »Mittelvergabe«).

Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)
Der AMIF der Europäischen Union ermöglicht es privaten und öffentlichen Trägern Projekte zur Aufnahme und Integration von Geflüchteten aus der Ukraine zu initiieren. Schwerpunktthemen sind unter anderem Maßnahmen zur weiteren Unterbringung, sozialen Beratung und Betreuung von Geflüchteten sowie der Erbringung von Unterstützungsleistungen, wie beispielsweise Übersetzungen und Verdolmetschung u.v.m.

CARE Deutschland e.V.
Die Hilfsorganisation CARE Deutschland e.V. weitet ihre Ukrainehilfe nun auch auf Deutschland aus und fördert geflüchtete Kinder aus der Ukraine mit Schulstart-Paketen. Bestellungen der kostenlosen Schulpakete können durch Schulen, Vereine und andere Bildungseinrichtungen auf der Homepage der Organisation aufgegeben werden. Die Schulstart-Pakete umfassen neben einem Schulranzen wichtige Materialien für den Schulalltag und sind in drei Versionen verfügbar: Für die Grundschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. Weitere Informationen finden Sie unter: www.care.de/schwerpunkte/bildung-und-zivilgesellschaft/projekte-in-deutschland/unterrichtsmaterial/schulpakete/

Deutsches Kinderhilfswerk
Das Hilfswerk unterstützt Vereine, operative Stiftungen, gemeinnützige Gesellschaften, öffentliche Träger, Gebietskörperschaften sowie Interessenvereinigungen bei der Finanzierung psychologischer und medizinischer Betreuung, Übersetzungen, Schulausstattungen, kindgerechte Freizeit- und Bildungsmaßnahmen.
Weitere Informationen zur Förderung des Deutschen Kinderhilfswerks unter www.dkhw.de/foerderung/foerderantrag-stellen/.

Europäisches Solidaritätskorps
Für junge Erwachsene, die sich im Kontext Ukraine engagieren möchten, hat die Agentur JUGEND für Europa, die mit der Umsetzung des Europäischen Solidaritätskorps betraut ist, eine Fördermöglichkeit für Solidaritätsprojekte geschaffen. Bis zum 04. Oktober 2022 können junge Erwachsene und Jugendorganisationen Fördermittel beantragen, insbesondere, wenn sie selbst Hilfsangebote für (geflüchtete) Menschen aus der Ukraine initiieren wollen.
Informationen zum Förderprogramm und zur Antragsstellung

Kulturstiftung der Länder
Die Kulturstiftung der 16 deutschen Bundesländer verfolgt mit dem Programm »Sonnenstunden« das Ziel, geschützte Räume für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine zu schaffen. Hierzu fördert die Stiftung Einrichtungen und Organisationen bei der Konzeption und Umsetzung situationsbezogener und kultureller Angebote, wie Vorlesestunden, Stadtspaziergängen oder Theateraufführungen in Unterkünften für Geflüchtete.
Informationen zum Programm und zur Antragsstellung

Haus des Stiftens
Das Haus des Stiftens bietet mit dem Portal förderprogramme.org gemeinnützigen Organisationen einen zentralen Zugang zu einer Vielzahl von Spendenkampagnen. Einige dieser Kampagnen richten sich explizit an Organisationen, die sich im Kontext der Ukraine-Krise engagieren und auf der Suche nach Fördermitteln sind.

Weitere Fördermöglichkeiten

Neben den ausgewählten Landesförderprogrammen und den Sonderprogrammen explizit zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter existieren auch weitere Fördermöglichkeiten, über die sich Vereine, Verbände und Organisationen ihr Engagement im Kontext der Ukraine-Krise fördern lassen können. Eine Auswahl solcher Programme finden Sie auf dieser Seite.

Erasmus+
Zusätzlich bieten die über Erasmus+ geförderten Jugendpartizipationsprojekte eine weitere Engagementmöglichkeit für junge Menschen (zwischen 13 und 30 Jahren) und Jugendorganisationen. Interessant sind mit Blick auf die aktuelle Situation vor allem die Fördermöglichkeiten hinsichtlich diverser Formate zur Auseinandersetzung mit den Folgen des Krieges und der Bedeutung für die politische Bildung junger Menschen. Anträge können bis zum 04. Oktober 2022 eingereicht werden.
Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung

Mikroförderung
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt verfolgt über das Mikroförderprogramm das Ziel, ehrenamtlich getragene Strukturen in strukturschwachen und ländlichen Regionen aufzubauen und zu erhalten und somit die Ausübung von Engagement und Ehrenamt zu ermöglichen. Auch Engagement hinsichtlich der Ukraine-Krise ist ausdrücklich förderfähig.
Weitere Informationen

Stiftung Deutsches Hilfswerk
Die Stiftung Deutsches Hilfswerk der Deutschen Fernsehlotterie fördert immer wieder Projekte von freien gemeinnützigen Trägern, die sich für ein solidarisches Miteinander einsetzen. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf Nachbarschafts- und Quartiersprojekten, die Menschen diverser Hintergründe zusammenbringen.
Weitere Informationen

UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
Die UNO-Flüchtlingshilfe fördert neben zahlreichen Hilfsprojekten für Geflüchtete im Ausland auch ausgewählte Hilfsprojekte in Deutschland. Der Fokus der Projektförderung liegt dabei auf der Beratung und Betreuung von Geflüchteten. Bevorzugt gefördert werden besonders schutzbedürftige Personengruppen wie Frauen, Kinder, Ältere und Menschen mit Behinderung sowie Projekte in strukturschwachen Gebieten und solche, die ein Bewusstsein für das Schicksal von Geflüchteten schaffen. Antragsberechtigt sind gemeinnützig anerkannte Organisationen, Institutionen, Vereine und Wohlfahrtsverbände, die über Projekterfahrung im Bereich der Flüchtlingsarbeit verfügen und deren inhaltliche Projektausrichtung sich innerhalb der geförderten Kernbereiche der UNO-Flüchtlingshilfe befindet. Weitere Informationen – unter anderem zu den Kernbereichen – finden Sie auf der Homepage der UNO-Flüchtlingshilfe.


Förderdatenbanken und Bürgerstiftungen

An dieser Stelle haben wir einige interessante Förderprogramme angeführt. Da die Übersicht keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, empfiehlt es sich immer, auch Datenbanken bei der Suche nach möglichen Förderprogrammen und Stiftungen zu nutzen.
Zur Auswahl solcher Förderdatenbanken


Rechtliche Hinweise für Engagierte

Rund um das Ehrenamt und die Vereinsarbeit stellen sich immer wieder rechtliche Fragen – und auch die aktuelle Situation in der Ukraine stellt zivilgesellschaftliche Organisationen vor neue Herausforderungen hinsichtlich rechtlicher Absicherungen.

Um engagierte Vereine und Organisationen bei der Umsetzung ihres Engagements in Bezug auf den Ukraine-Konflikt zu entlasten, hat unter anderem die Landesregierung einige erleichternde Maßnahmen erlassen.
Weitere Informationen

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt beantwortet die wichtigsten Fragen zu den aktuellen gemeinnützigkeitsrechtlichen Erleichterungen auf ihrer Website und hilft so bei konkreten Fragestellungen in der Praxis. Darüber hinaus bietet die Stiftung regelmäßig Informationsveranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen für Engagierte zu verschiedenen Schwerpunkten an. Neben Workshops zu rechtlichen Fragestellungen werden im Rahmen der aktuellen digitalen Veranstaltungsreihe zur Ukrainekrise auch Themen wie Resilienz, Fundraising in Krisenzeiten sowie Selbstbestimmung und Unterstützung geflüchteter Menschen aufgegriffen. Hier lohnt sich – nicht nur aus aktuellem Anlass und mit Bezug auf juristische Rahmenbedingungen und Fragen – immer ein Blick in den Veranstaltungskalender der Stiftung.

Darüber hinaus haben wir Ihnen im Bereich »Rechtliche Hinweise« einige Informationen zu den Themen Versicherungsschutz, Datenschutz und Transparenzregister zusammengestellt.


Weitere Informationen zum Thema

Die Informationslandschaft zur Situation in der Ukraine ist vielfältig und wechselhaft. Aus diesem Grund werden wir an dieser Stelle ausgewählte Zusatzinformationen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten mit Blick auf die Menschen in und aus der Ukraine zur Verfügung stellen.

Vernetzungsmöglichkeiten für Institutionen und Vereine

Das Bündnis Alliance4Ukraine hat es sich zur Aufgabe gemacht, die zivilgesellschaftlichen Organisationen, Stiftungen, staatlichen Institutionen und Unternehmen, die sich aktuell im Rahmen des Ukraine-Konflikts engagieren, zu koordinieren. Das Ziel des Bündnisses ist es, diejenigen Strukturen in Deutschland zu stärken, die insbesondere die Aufnahme von Menschen auf der Flucht ermöglichen oder erleichtern können.