Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW

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Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW

Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW

Austausch, Vernetzung und Entwicklung

In dem vom Land Nordrhein Westfalen initiierten kommunalen Netzwerk zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements kommen über 30 Städte, Gemeinden und Kreise zusammen. Das Netzwerk ermöglicht Austausch und Vernetzung und dient dazu, die Entwicklung von lokalen Engagementstrategien anzuregen und zu begleiten.

 

Bürgerschaftliches Engagement findet zu 80 Prozent auf lokaler Ebene statt. Ob in der direkten Nachbarschaft, im Quartier oder im Stadtteil – Menschen sind in ihrem unmittelbaren Umfeld aktiv, denn dort wollen sie etwas verändern, dort wollen sie mitgestalten. Es ist daher eine originäre Aufgabe von Kommunalpolitik und -verwaltung, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten zur Mitwirkung zu geben, günstige Rahmenbedingungen für ein Engagement zu bieten und sie bei der Ausübung des Ehrenamtes zu unterstützen – ohne es zu steuern.

So unterschiedlich das zivilgesellschaftliche Potenzial der Kommunen in NRW, so individuell sind auch die Wege: Die eine Kommune definiert die Förderung des Ehrenamts als wichtigen Baustein für die Gestaltung des demografischen Wandels. An anderer Stelle genießt die Gewinnung junger Menschen oder die Einbeziehung von Unternehmensengagement besondere Aufmerksamkeit. Die einen haben viel Erfahrung, andere beginnen gerade erst, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Schritt für Schritt entstehen Stabsstellen oder Runde Tische für Bürgerengagement.

Was passiert im »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW«?

Das Netzwerk bietet kommunalen Engagementverantwortlichen eine Plattform zur Vernetzung zwischen Städten, Gemeinden und Kreisen und ermöglicht den kollegialen Erfahrungsaustausch und –transfer von Strategien, Handlungsansätzen und Praxisbeispielen.

Neben regelmäßigen Treffen werden unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten angeboten, wie regelmäßige Infomails und Workshops zu aktuellen Themen und Herausforderungen. Beispiele sind Veranstaltungen zur Engagementförderung im Asyl- und Flüchtlingsbereich oder Workshops zum gewinnbringenden Zusammenspiel von unterschiedlichen Akteuren aus der vielfältigen Engagementlandschaft mit dem Fokus Nachhaltigkeit.

Im Rahmen von Treffen des Kommunen-Netzwerkes wurden u.a. Ideen für eine gelingende Kooperation von Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft mit den unterschiedlichsten Vereinen, Verbänden, Initiativen, lokalen Stiftungen etc. sowie der Wirtschaft zusammengetragen. Daraus sind die  Handlungsempfehlungen für Engagementverantwortliche in Kommunen entstanden. Natürlich müssen diese Handlungsempfehlungen der individuellen kommunalen Ausgangsituation angepasst werden. Dafür bieten sie hilfreiche Anregungen: Nach einem kurzen allgemeinen Einstieg
in die jeweilige Handlungslogik folgen Handlungsempfehlungen für Engagementverantwortliche und Erfolgsfaktoren, die das konstruktive Zusammenspiel mit der Akteursgruppe und die systematische Engagementförderung erleichtern.

Wer sind die Netzwerkkommunen?

Der Aufbau des Netzwerks ist ein Prozess, der dialogorientiert und den Bedürfnissen der Mitglieder entsprechend gestaltet wird. Zu den Netzwerkkommunen zählen derzeit 37 Städte, Gemeinden und Kreise aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie die Bezirksregierung Arnsberg. Die Mitglieder des »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW« sind Vertreter/innen aus der Stadtverwaltung, die für die Engagementförderung verantwortlich sind.

Mitglieder des Kommunen-Netzwerkes
  • Ahlen (Stadt)
  • Alsdorf (Stadt)
  • Arnsberg (Stadt)
  • Arnsberg (Regierungsbezirk)
  • Bad Berleburg (Stadt)
  • Bergheim (Stadt)
  • Bergkamen (Stadt)
  • Bonn (Stadt)
  • Burbach (Gemeinde)
  • Emsdetten (Stadt)
  • Essen (Stadt)
  • Finnentrop (Gemeinde)
  • Hagen (Stadt)
  • Hellenthal (Gemeinde)
  • Hemer (Stadt)
  • Kamp-Lintfort (Stadt)
  • Kirchhundem (Gemeinde)
  • Kirchlengern (Gemeinde)
  • Lemgo (Stadt)
  • Lennestadt (Stadt)
  • Lippe (Kreis)
  • Lünen (Stadt)
  • Menden (Stadt)
  • Mönchengladbach (Stadt)
  • Nieheim (Stadt)
  • Oberbergischer Kreis
  • Oberhausen (Stadt)
  • Olpe (Kreis)
  • Rheine (Stadt)
  • Senden (Gemeinde)
  • Siegen-Wittgenstein (Kreis)
  • Solingen (Stadt)
  • Sprockhövel (Stadt)
  • Velbert (Stadt)
  • Wetter (Stadt)
  • Witten (Stadt)

Wer kann mitmachen?

Grundsätzlich ist das Netzwerk offen für alle Kommunen,

  • die über eine kommunale Ansprechperson für Engagement verfügen,
  • die Engagementförderung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert haben,
  • die bereit sind, die „Gemeinsame Erklärung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in NRW“ zu unterzeichnen,
  • die am Programm Ehrenamtskarte des Landes NRW teilnehmen, eine Einführung planen oder ein vergleichbares Instrument zur Anerkennung des Bürgerschaftlichen Engagements in der Kommune verankert haben,
  • die sich zu einer kontinuierlichen Mitarbeit und Weiterentwicklung des Netzwerks verpflichten.

Was ist die Grundlage?

Basis der gemeinsamen Zusammenarbeit im »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW«  ist die »Gemeinsame Erklärung: Zukunftsfaktor Bürgerengagement – Gemeinsam und vernetzt handeln«  (PDF). Sie wurde im Rahmen einer Erstunterzeichnung im Dezember 2012 von zunächst zehn Kommunen, den kommunalen Spitzenverbänden NRW und der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen unterzeichnet wurde.

Im Rahmen der Zweit- und Drittunterzeichnung 2015 und 2016 folgten insgesamt 26 weitere Städte und Gemeinden sowie der Regierungsbezirk Arnsberg, die der Gemeinsamen Erklärung zustimmten und dem »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW« offiziell beigetreten sind.

Sprecherteam des Netzwerks

Um dem noch jungen Netzwerk eine erste Struktur zu geben, wählten die Vertreter(innen) der Netzwerk-Kommunen 2016 mit Gabi Micklinghoff (Stadt Essen) und Siegmar Schridde (Stadt Rheine) ein Sprecherteam.

Beide haben in den Handlungsfeldern Bürgerengagement und kommunale Engagementförderung langjährige Erfahrung und möchten in dieser Funktion:

  • das »Kommunennetzwerk: engagiert in NRW« nach außen vertreten
  • beratend an der Fortentwicklung einer Landesstrategie zur Engagementförderung mitwirken sowie
  • im Sinne der»Gemeinsamen Erklärung« mit ihren Kenntnissen anderen Kommunen mit Rat zur Seite zu stehen.

Warum ist eine Engagementstrategie vor Ort für Kommunen wichtig?

Es geht darum, das bürgerschaftliche Potential einer Stadt zur Entfaltung zu bringen und zu unterstützen. Eine bürgerschaftlich aktive Stadt ist eine lebendige und sozial produktive Stadt. Eine Stadt, in der viele sich bürgerschaftlich selbst verwirklichen können in Projekten, Initiativen, Gruppen und Vereinen für ihr eigenes Lebensumfeld.

Hans-Josef Vogel, Bürgermeister Arnsberg von 1999 bis 2017, seit 2017 Regierungspräsident von Arnsberg

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Kontakt

Referat Bürgerschaftliches Engagement der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Mareike Lüsebrink
Tel.: 0211 / 837-2247
mareike.luesebrink@stk.nrw.de 

Sprecherteam
Gabi Micklinghoff, Stadt Essen – Servicestelle Essen.engagiert
Tel: 0201 / 88 88712
gabriele.micklinghoff@stadtagentur.essen.de

Siegmar Schridde, Stadt Rheine – Fachstelle Bürgerengagement
Tel: 0 5971 / 939-273
siegmar.schridde@rheine.de