Jung und engagiert

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Gespeichert von Björn Lappe am 17. Februar 2015
Kreis mit Händen

Jung und engagiert

Den Erfahrungsschatz erweitern

Das Erwachsenwerden kann kompliziert sein. Orientierung zu finden und die alltäglichen Anforderungen in Schule oder Ausbildung zu erfüllen – das fällt nicht immer leicht. Wer sich bürgerschaftlich engagiert und für andere einsetzt, sammelt wertvolle Lebenserfahrung. Das Land stärkt diese Ansätze.

 

Jeder Jugendliche soll, unabhängig von seiner Herkunft, seine Chancen, Neigungen und Talente nutzen und entfalten können. Mit einer gezielten Jugendarbeit möchte das Land Jugendliche nachhaltig fördern, beteiligen und ihnen die bestmöglichen Entwicklungschancen bieten. Dafür investiert Nordrhein-Westfalen mit dem Kinder- und Jugendförderplan jedes Jahr 100 Millionen Euro in seine Jugend.

Das ehrenamtliche Engagement junger Menschen in der Jugendarbeit ist geprägt von der Selbstorganisation. Der Juleica, dem bundesweiten Qualifizierungsinstrument zu ehrenamtlichen Engagement in der Jugendarbeit, kommt dabei eine besondere Stellung zu.

Freiwilligendienste: Über den Tellerrand schauen

Ein erfolgreiches Programm sind die Jugendfreiwilligendienste. Sie bringen den Teilnehmenden neue, spannende und persönliche Lebenserfahrungen. Außerdem sind sie eine Gelegenheit, sich für andere einzusetzen. Sie helfen Kontakte zu anderen Jugendlichen aus dem In- und Ausland zu knüpfen und geben wertvolle Einblicke in künftige Berufsfelder. Im Freiwilligen Sozialen Jahr, dem Freiwilligen Ökologischen Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst beispielsweise engagieren sich Jugendliche und junge Erwachsene außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports und der Integration. Auch wer nach der Schule noch nicht genau weiß, was er einmal machen möchte, kann so die Wartezeiten auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz sinnvoll gestalten.

Service learning: Den Unterricht bereichern

Ein Programm, das in Schulen und Hochschulen stattfindet ist »Service learning«. Dieser Ansatz zielt darauf ab, gesellschaftliches Engagement von Schülerinnen und Schülern mit fachlichem Lernen zu verbinden. Das Land NRW unterstützt »sozialgenial – Schüler engagieren sich«,  das Service-Learning-Programm der Stiftung Aktive Bürgerschaft, gefördert von der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken. Im Rahmen von »sozialgenial« engagieren sich Kinder und Jugendliche in gemeinnützigen Projekten, sprechen im Unterricht über die persönlichen Erlebnisse und stellen sie in einen gesellschaftlichen Zusammenhang. So festigen sie ihr Wissen, entwickeln Kompetenzen für den Lebensweg und vielleicht auch für weiteres Engagement.

Zivilcourage: Persönlichkeit stärken

Auch der EDUCATION Y arbeitet mit Schulen zusammen. Der vom Land unterstützte Verein setzt sich dafür ein, dass diese neben Wissen auch soziale, emotionale und kognitive Fähigkeiten sowie gelebte demokratische Werte vermitteln. EDUCATION Y bildet Lehrerinnen, Lehrer und pädagogische Fachkräfte zu buddY-Coaches aus, Sie unterstützen ihre Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung und Umsetzung von Projekten. Zivilcourage und die Wertschätzung von Vielfalt stärkt »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«, ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler. Darin lernen sie, gegen alle Formen von Diskriminierung – insbesondere Rassismus – aktiv vorzugehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft zu leisten. Ziel ist es, ein Schulklima zu schaffen, in dem »anders sein« als Normalfall akzeptiert wird.

Das Netzwerk Demokratie und Courage setzt ebenfalls auf das ehrenamtliche Engagement junger Menschen. In attraktiven Projekttagen setzen sich junge Menschen, egal ob in der Schule, in einer offenen Jugendeinrichtung oder in einer Jugendverbandsgruppe mit Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung in Folge sozialer Benachteiligung oder auch Sexismus auseinander - angeleitet von ehrenamtlichen Jugendlichen, die zuvor für die Umsetzung der Projekttage qualifiziert wurden.
 

Kim macht´s - Junges Engagement in NRW

Wer sich früh engagiert, übt auch später in seinem Leben mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder ein Ehrenamt aus. Mit dem Projekt Kim macht‘s – Junges Engagement in NRW werden Freiwilligenagenturen durch das Land NRW seit 2019 dabei unterstützt, das Engagement von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 23 Jahren zu fördern. Modellhaft wird erprobt, wie Kinder und Jugendliche angesprochen und besser erreicht werden können. Darüber hinaus kann damit der Nachwuchs für gemeinwohlorientierte Organisationen, Initiativen und auch Freiwilligenagenturen gewonnen werden. Gerade Freiwilligenagenturen mit ihrer träger- und verbandsübergreifenden Strukturen können dabei die Rolle übernehmen, Kinder und Jugendliche mit der Vielfalt der Engagement-Landschaft bekannt zu machen.

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