Freiwilligendienste

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Gespeichert von Björn Lappe am 2. Februar 2015
Paar auf Straße mit Rollstuhl

Freiwilligendienste

Engagiert wirken und lernen

Menschen in ihren Lebensbereichen begleiten, über den eigenen Tellerrand schauen, fremde Länder und Kulturen kennenlernen – der Freiwilligendienst verhilft zu wertvollen Einblicken und prägenden Erfahrungen.

 

In einem »Kulturzentrum« oder einer Kindereinrichtung mitarbeiten, sich intensiv für den Schutz der Umwelt engagieren oder bei einem gemeinnützigen Projekt im Ausland die Sprachkenntnisse vertiefen: Der Freiwilligendienst ist die ideale Gelegenheit, im In- und Ausland Erfahrungen und Wissen zu erlangen. Wer sich engagiert, unterstützt das Gemeinwohl und profitiert persönlich. Der Dienst bereichert und stärkt die eigene Persönlichkeit und gibt auch Orientierung in beruflichen Fragen sowie der Lebensgestaltung. Diese Sonderform des bürgerschaftlichen Engagements zeichnet sich durch seine Rahmenbedingungen aus: Dienstleistende verfügen über eine klar geregelte Aufwandsentschädigung, sind versichert, werden begleitet, qualifiziert und haben feste Ansprechpartnerinnen und -partner. Damit die Ehrenamtlichen langfristig und mit Verantwortung an gesellschaftlichen Aufgaben mitwirken können, verpflichten sie sich für eine bestimmte Dauer. Die Grundlage des Freiwilligendienstes ist eine Vereinbarung zwischen den Dienstleistenden, den Trägerorganisationen und den jeweiligen Einsatzstellen.

Voraussetzungen und Grundlagen

Neben den bekannten Angeboten wie dem Bundesfreiwilligendienst (BFD), dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD), dem Internationalen Freiwilligendienst (IFD), dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gibt es weitere Dienste im Ausland. In Deutschland werden FSJ und FÖJ durch das »Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten« geregelt. Es sieht vor, dass Jugendliche nach Erfüllung der Schulpflicht, aber vor der Vollendung des 27. Lebensjahres einen 6- bis 18-monatigen Freiwilligendienst in gesellschaftlichen und ökologischen Bereichen im In- und Ausland leisten können. Die Dienstdauer beim Bundesfreiwilligendienst beträgt in der Regel 12 Monate, kann aber auch auf 6 Monate verkürzt oder auf maximal 24 Monate verlängert werden. Männer und Frauen, die älter als 27 Jahre sind, können ebenso in Teilzeit mit mehr als 20 Stunden pro Woche tätig werden.

    Überblick Freiwilligendienste

    • Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) wurde 2011 nach Aussetzung des Zivildienstes als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit eingeführt.
    • Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein Freiwilligendienst für Erwachsene im Alter bis 27 Jahren. Schwerpunkte sind Soziales, Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe, Denkmalpflege, Kultur, Sport und Politik.
    • Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Jugendfreiwilligendienst in Einrichtungen und Organisationen des Natur- und Umweltschutzes. Einsatzstellen können unter anderem Umweltverbände, Biohöfe, Bildungszentren oder Naturschutzstationen sein.
    • Der Europäische Freiwilligendienst (»European Voluntary Service«) ist ein Angebot des EU-Programms Jugend in Aktion. Es ermöglicht Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Teilnahme an einem gemeinnützigen Projekt im Ausland.
    • Freiwilligendienste über das Programm kulturweit leisten einen Beitrag zur kulturellen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern.
    • Das Freiwilligenprogramm weltwärts hat seit 2007 jedes Jahr Tausende Jugendliche an soziale Projekte in Entwicklungsländern vermittelt. Das Angebot reicht von Betreuungsaufgaben in Kinderheimen über die Teilnahme an Menschenrechtsprojekten bis hin zu Umweltschutzprojekten.
    • Die Internationalen Freiwilligendienste ab 30 richten sich an alle, die Interesse an anderen Kulturen haben, eine Zeit im Ausland verbringen und sich dort sinnvoll in sozialen, ökologischen, politischen oder kulturellen Einrichtungen und Projekten betätigen wollen.
    • Der Konkrete Friedensdienst fördert Aufenthalte in Entwicklungsländern, bei denen Menschen zwischen 18 und 27 Jahren zwischen 25 Tagen und zwölf Wochen in Entwicklungsprojekten oder bei einzelnen Arbeitseinsätzen mitwirken.

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