Engagement und Integration

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Gespeichert von Eva-Maria Antz am 28. Juli 2015
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Engagement und Integration

Bürgerschaftliches Engagement von, mit und für Migrantinnen und Migranten stärkt gleichberechtigte Teilhabe, ermöglicht Mitgestaltung und Beteiligung. Engagement unterstützt in diesem Sinne Integration.

 

NRW ist wie kein anderes Land von Einwanderung geprägt - rund ein Viertel der Bevölkerung hat Wurzeln in anderen Ländern. Bürgerschaftliches Engagement von, mit und für Migrantinnen und Migranten hat viele Facetten. Das Engagement stärkt gleichberechtigte Teilhabe, ermöglicht Mitgestaltung und Beteiligung und unterstützt in diesem Sinne Integration.  

Das im Jahre 2012 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in NRW nimmt darauf ausdrücklich Bezug. In § 2, Abs. 5 heißt es »Das bürgerschaftliche Engagement von und für Menschen mit Migrationshintergrund soll in allen Bereichen der Gesellschaft gestärkt werden.«
In § 10 des Teilhabe- und Integrationsgesetzes sind deshalb auch die Grundlagen für den Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen, dem Zusammenschluss aller kommunalen Integrationsräte, und für den Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, ein die Landesregierung beratendes Expertengremium,  geschaffen worden. Beide Gremien werden vom großen ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder getragen.

Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist ein besonderes Anliegen der Integrationsagenturen in NRW. Auch interkulturelle Zentren oder ehrenamtliche Initiativen in der Flüchtlingsarbeit sind in Nordrhein-Westfalen Orte, an denen sich Engagement, gesellschaftliche Teilhabe und Integration verbinden. Einen besonderen Stellenwert haben darüber hinaus die Migrantenselbstorganisationen. Als eigenständige Akteure der Integrationsarbeit setzen sie sich dafür ein, die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen zu verbessern. Ehrenamtliches Engagement spielt außerdem in den Projekten »Qualifizierung muslimischer und alevitischer Wohlfahrtspflege« und »Junge Islamkonferenz NRW« eine Rolle.

Seit 2016 fördert die Landesregierung mit »KOMM-AN NRW« die Integration von Flüchtlingen in Kommunen. Im Zentrum steht dabei die Stärkung und Begleitung des ehrenamtlichen Engagememts in der Flüchtlingshilfe, insbesondere durch die Förderung von Ankommenstreffpunkten. Ein wichtiger Partner für die Umsetzung des Landesprogramms sind die bewährten Strukturen der Kommunalen Integrationszentren und der Integrationsagenturen der Freien Wohlfahrtspflege. Diese werden zusätzlich gestärkt, um zusammen mit den weiteren, vielfältigen Akteuren, die sich für eine gelingende Integration der neuzuwandernden Menschen in Nordrhein-Westfalen einsetzen, koordinierte Hilfe zu leisten. KOMM-AN wird im Jahr 2018 fortgeführt und richtet sich fortan nicht mehr nur an Flüchtlinge sondern an alle »Neuzugewanderte«.

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