Katastrophenschutz und Feuerwehr

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Gespeichert von Björn Lappe am 17. Februar 2015
Feuerwehrmänner vor Feuerwehrauto

Katastrophenschutz und Feuerwehr

Schnell und kompetent vor Ort

Irgendwann kann sie jeder mal brauchen: die teilweise lebensrettenden Hilfeleistungen durch die Feuerwehr oder den Katastrophenschutz. Knapp 100.000 Ehrenamtliche sind in den unterschiedlichen Hilfsdiensten in NRW aktiv.

 

Katastrophenschutz bedeutet die Hilfeleistung bei außergewöhnlichen Schadensereignissen. Wesentliche Ursachen für Einsätze des Katastrophenschutzes in Nordrhein-Westfalen stellen beispielsweise extreme Wetterlagen, wie Stürme, starke Regenfälle, Dürreperioden oder Hochwasser dar. Das gleiche gilt für große Unglücksfälle mit vielen Verletzten oder für die Freisetzung von besonderen Gefahrstoffen in die Luft, den Boden oder das Wasser. Der Katastrophenschutz ist auch gefordert, wenn Pandemien drohen oder kritische Infrastruktureinrichtungen ausfallen.

Die Sicherstellung des Katastrophenschutzes ist eine hoheitliche Aufgabe, die von den Kreisen und kreisfreien Städten, den Bezirksregierungen und dem zuständigen Ministerium für Inneres und Kommunales verantwortet wird. Praktisch wahrgenommen wird sie durch die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte der kommunalen Feuerwehren und der im Katastrophenschutz mitwirkenden anerkannten Hilfsorganisationen. Dabei nehmen die Hilfsorganisationen im Wesentlichen betreuungs- und sanitätsdienstliche Aufgaben wahr.

Die Organisationen im Katastrophenschutz

Feuerwehr

Die Sicherstellung des Brandschutzes ist eine hoheitliche Aufgabe, die von den Gemeinden als Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung wahrgenommen wird. Die Gemeinden unterhalten dazu den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehren. Neben den hauptamtlichen Kräften ist die Freiwillige Feuerwehr  damit eine tragende Säule im Bereich der Gefahrenabwehr Damit  die Gefahrenabwehr zukunftsfähig bleibt, haben das NRW-Ministerium für Inneres und Kommunales (MIK NRW) und der Verband der Feuerwehren in NRW e.V. (VdF NRW) das Projekt »FeuerwEhrensache« gestartet.

Das Ziel ist, die Wertschätzung gegenüber den Freiwilligen Feuerwehren und dem in der Freizeit geleisteten und gesellschaftlich unentbehrlichen Engagement zu stärken. Das Angebot soll neue Bevölkerungsgruppen ansprechen und ehemalige Feuerwehrangehörige reaktivieren, die aus beruflichen oder familiären Gründen die Freiwillige Feuerwehr verlassen haben.

Interkulturelle Kompetenz erwerben

Die Teilnehmenden erarbeiten in Workshops und Gruppen Ideen für Pilotprojekte zur Stärkung des Ehrenamtes in der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Fokus liegt dabei auf der kulturellen Vielfalt. Nach Jahrzehnten gesellschaftlicher Veränderungen ist das Bild der Feuerwehr bis heute sehr einseitig: Der klassische Feuerwehrangehörige ist männlich und hat keinen Migrationshintergrund. Der Anteil der in der Feuerwehr und den Rettungsdiensten engagierten Migrantinnen und Migranten beläuft sich nur auf etwa ein Prozent. Mit gezielten Informationsveranstaltungen und Grundlagenseminaren zur interkulturellen Kompetenz soll sich das ändern. Spezielle Seminare bilden zudem männliche und weibliche Multiplikatoren zum Thema Integration aus – Kompetenzen, die Ehrenamtliche unter Umständen auch beruflich nutzen können.

Früh Verantwortung übernehmen

Wertvolle Erfahrungen und sogenannte Soft Skills können auch Jugendliche erwerben. Das Projekt eröffnet ihnen die Chance, eine Ausbildung zur Jugend-feuerwehrwahrtin und zum Jugendfeuerwehrwart zu absolvieren. Angeboten wird die Qualifizierungsmaßnahme durch die Jugendfeuerwehr Nordrhein-Westfalen, dem Dachverband aller Jugendfeuerwehren der Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Zurzeit engagieren sich dort rund 21.000 Mädchen und Jungen.

Förderplakette für Arbeitgeber, die das Ehrenamt unterstützen

Das Land NRW verleiht jedes Jahr die Förderplakette »Ehrenamt bei Feuerwehr und Katastrophenschutz« an private Arbeitgeberinnen und -geber aus NRW. Sie zeichnet Unternehmen aus, die den Katastrophenschutz und die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren stärken, indem sie engagierte Helferinnen und Helfer bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in besonderer Weise unterstützen.

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