Gute Beispiele, Nachbarschaftshilfen und Studien

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Gute Beispiele, Nachbarschaftshilfen und Studien

Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung in Corona-Zeiten

Handlungshilfen, konkrete Ideen und gelebte Erfahrungen | Letzte Aktualisierung: 2.3.2021

 

Gute Beispiele & Materialien

Freiwilligenagenturen und Kommunen bündeln häufig zusammen Hilfsangebote: Wer besorgt meine notwendigen Einkäufe oder Medikamente? Was mache ich gegen die Einsamkeit? Die Corona-Pandemie stellt einerseits viele ältere oder vorerkrankte Bürgerinnen und Bürger vor große Herausforderungen. Andererseits gibt es zahlreiche Menschen, die Nachbarn oder Fremden helfen möchten. Angebote von Freiwilligenagenturen und Kommunen mit fortlaufend ergänzten Beispielen finden Sie hier.

Allgemeine Tipps und Materialien für gebündelte Unterstützungsangebote auf kommunaler Ebene:

Begleitung und ehrenamtliche Fahrdienste zu Impfterminen
Für manche, vor allem ältere Menschen, die sich impfen lassen wollen, stellt die Anreise und die Teilnahme eine Herausforderung dar. Probleme bei der Anreise gibt es vor allem im ländlichen Raum, wo die zentralen Impfzentren schwer erreichbar sind. So sind in verschiedenen Kommunen und Kreisen ehrenamtliche Fahrdienste oder eine direkte Begleitung der Personen organisiert worden. Hier einige Beispiele:

Hilfsorganisationen machen mobil gegen Corona
Mit der Kampange »Corona? Braucht kein Mensch!« appellieren die so genannten »Blaulicht-Organisationen« im Rheinisch-Bergischen Kreis an die Bevölkerung, weiterhin konsequent die Corona-Schutzmaßnahmen umzusetzen und die Arbeit der Helfer*innen damit zu unterstützen. Zu den beteiligten Organisationen gehören die Kliniken in Bergisch Gladbach (GFO Kliniken Rhein-Berg, Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach) sowie das Krankenhaus Wermelskirchen, die örtlichen Feuerwehren, die Kreispolizeibehörde sowie das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e. V., die Johanniter Unfallhilfe im Regionalverband Rhein-Berg/ Oberberg, die Malteser Bergisch Gladbach, die DLRG Bezirk Rheinisch-Bergischer-Kreis e. V., das THW Bergisch Gladbach sowie der Arbeiter-Samariter-Bund RV Bergisch Land e. V..
Mehr Informationen zu Kampange und Aktionen

Handlungshilfen für Spontanhelfende
Die Bergische Universität Wuppertal - Fachgebiet Sicherheitstechnik / Arbeitssicherheit - hat in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst Handlungshilfen für Spontanhelfende (allgemein, Einkaufshilfe, Hundeausführhilfe) und für Organisationen, die Spontanhelfende einsetzen möchten, entwickelt. Die Handlungshilfen werden immer wieder aktualisiert.
Zum Download der Handlungshilfen

Nachbarschaftshilfe
In Treppenhäusern hängen Nachbarinnen und Nachbarn Zettel auf: wer braucht Hilfe? Für wen sollen wir etwas einkaufen? Die Nachbarschaftsplattform nebenan.de stellt ein Muster für einen Aushang im Hausflur zur Verfügung.
Zum Muster für einen Aushang (PDF, 34 KB)

Mund und Nasen-Masken
Gesichtsmasken für Nase und Mund sind für Feuerwehrleute und viele andere ein wichtiges Hilfsmittel. In Essen hat die Stadt 15.000 Behelfsmasken nähen lassen. Dabei engagierten sich neben einem Fachgeschäft im Nordviertel auch viele Nähgruppen und andere Ehrenamtliche.
Zur Nähanleitung (PDF, 1.08 MB)

Deutschlandweite Plattform für digitale Bildungsangebote
Ein Team von Studierenden aus Bonn vernetzt über eine Plattform deutschlandweit Studierende und Schüler*innen, um während der Maßnahmen zur Corona-Pandemie Hilfe bei schulischen Schwierigkeiten zu ermöglichen und dadurch Eltern zu entlasten. Das Projekt ist auf rein ehrenamtlicher Basis entstanden und für die teilnehmenden Schüler*innen selbstverständlich kostenfrei.
Zur Plattfom www.corona-school.de

Verständnis im Umgang mit dem Virus
Die Initiative »Coronahilfe-Bocholt« hat gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern ein Projekt für Grundschulen entwickelt und umgesetzt: »Kinder gegen Corona«. Das Projekt soll Kindern das Gefühl der Machtlosigkeit nehmen und das Vertrauen geben, selbst etwas gegen den unsichtbaren Virus tun zu können. Gleichzeitig sollen auf spielerische Weise wichtiges Grundlagenwissen und Verständnis im Umgang mit dem Virus vermittelt werden. Dabei gehen Ehrenamtliche Helfer/innen im Rahmen des Sachkundeunterrichts in die Bocholter Grundschulen und erklären an speziell für Mund-Nasen-Schutz entwickelten Maskenstoff, den die Kinder als »Maskenrohlinge« bemalen und später als fertige Maske erhalten, die Wirkung einer solchen Maske.
Zum Nachmachen und weitere Informationen zu Kinder gegen Corona

Gemeinsam gegen die soziale Vereinsamung
Die in Köln initiierte Aktion »Stift und Papier« ruft dazu auf, in der aktuellen Situation die gute alte Brieffreundschaft wieder zu entdecken. Es geht gezielt um die Verbindung der jungen mit der älteren Generation, die momentan häufig gänzlich sozial isoliert leben muss. Über das Internetportal werden Brieffreundschaften zu einer Bewohnerin oder einem Bewohner in einem Alten- oder Pflegeheim in ganz Deutschland vermittelt.
Zur Plattform www.stiftundpapier.org

Schreibeinladung - Forumtheater inszene
Es gibt in dieser Zeit viele »stille Stimmen« - Menschen, die zurzeit wenig Kontakt haben dürfen und die niemand hört. Ein Theatergruppe aus der Nähe von Köln hat eine »Schreibeinladung« veröffentlicht. Wer will, kann seine Gedanken aufschreiben. Schauspieler/innen werden (nach Rücksprache) die Texte sprechen und auf der Website des Theaters öffentlich machen.
Zur Schreibeinladung

Kontakt halten per Videoanruf
Aktion »Kontakt halten«: Ältere Menschen sind derzeit zuhause oder in Senioren- oder Pflegeeinrichtungen oft von Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen. Besuche sind schwieriger, Briefe schreiben und Telefonieren reichen nicht immer aus. Andere Kommunikationsformen werden wichtiger, aber nicht alle Angehörigen und nicht jede/r Pflegemitarbeitende ist mit Videotelefonie vertraut. youngcaritas, die Plattform der Caritas für junges, soziales Engagement, vermittelt junge Freiwillige, die ältere Menschen bei ihrem ersten Videotelefonat kompetent unterstützen. Über die Mailadresse kontakthalten@caritasnet können sich Angehörige, Betreuungs- und Pflegemitarbeitende melden, wenn sie Unterstützung benötigen.
Mehr Informationen zur Aktion

Solidarität & Nachbarschaftshilfe online

Das bundesweite Nachbarschaftsportal nebenan.de funktioniert wie ein lokales schwarzes Brett im Internet. Nachbarn leihen sich etwas aus, verschenken Gegenstände oder vernetzen sich für gemeinsame Freizeitaktivitäten. Nun nutzen viele dieses Portal auch, um für Nachbarinnen und Nachbarn Einkäufe anzubieten oder Schulkinder beim Lernen zu unterstützen. Für Menschen, die keinen digitalen Zugang haben, wurde im April eine telefonische Hotline eingerichtet.
Zum Netzwerk nebenan.de

Das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland. ein Netzwerk von Sozialunternehmer/innen, hat auf seiner Überblicksseite »Flatten the Curve - Wertvolle Ideen, Tools und Lösungen in Zeiten von Covid-19« viele Tipps und Links zu Nachbarschaftshilfe zusammengestellt.
Zum Netzwerk www.send-ev.de

Lokale Initiativen, die Nachbarschaftshilfe in Corona Zeiten organisieren und die von Organisationen, Einrichtungen, Nachbarschaftshäusern ausgehen, die sich in ihrer Nachbarschaft auskennen - diese sind in einer bundesweiten Landkarte des Verbandes für sozialkulturelle Arbeit verzeichnet. Aus NRW sind dort Aachen, Gelsenkirchen und Köln vertreten.
Zu den lokalen Nachbarschaftshilfen nachbarschaft-hilft.de

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter werden viele Initiativen von Einzelpersonen oder Gruppen in der Nachbarschaftshilfe sichtbar.
#NachbarschaftsChallenge

Vereine und andere gemeinnützige Organisationen erhalten bei Stifter-helfen Unterstützung rund um IT-Fragen: Produktspenden, Sonderkonditionen und Services. Außerdem finden Non-Profits dort Know-how-Angebote zum Thema Digitalisierung.
Zum Portal www.stifter-helfen.de

Gutscheine für heimische Gastronomie
Unter dem Titel »Ich han 'nen Deckel« hat das offizielle Tourismus-Portal des Bergischen Landes eine Aktion zur sofortigen Unterstützung der heimischen Gastronomie ins Leben gerufen.
Mehr Informationen zu Portal und teilnehmenden Betrieben

Studien

ZiViZ Policy Paper (Januar 2021): Engagementbarometer. Weniger Handlungsspielräume trotz besonderer Leistungen
Nach einem explosionsartigen Anstieg im Frühjahr 2020 ist das freiwillige Engagement seit dem Sommer zurückgegangen. Dies betrifft vor allem den Bereich des helfenden Engagements. Zudem werden Mitgliedschaften häufiger gekündigt. Haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte in zivilgesellschaftlichen Organisationen sind vielfach mit der Sicherung der finanziellen Grundlagen und weitreichenden Entscheidungen im Kontext der Pandemieregelungen überfordert. Das ergab die zweite Panel-Erhebung des Engagement-Barometers. Das Fortdauern der Krise mindert zudem finanzielle Spielräume der Organisationen. Soforthilfeprogramme entlasten zwar existenzgefährdete Organisationen, aber sie erreichen nicht die Mehrheit. Durch die Coronakrise verursachte Mehrausgaben verschärfen die ökonomische Situation und Belastung. Als Antwort auf diese Erkenntnisse formuliert ZiViZ aber auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik und für die Organisationen.
Zum ZiViZ Policy Paper »Engagementbarometer«

Studie zur Nachbarschaftshilfe in der Corona-Pandemie
Die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen leben in »guter Nachbarschaft« und mehr als die Hälfte ist bereit, sich in der Corona-Krise für ihre Nachbarn einzusetzen. Das zeigt eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums.
Zur Pressemitteilung des Landesportals NRW

Ziviz-Studie: Die Lage des freiwilligen Engagements in der ersten Phase der Corona-Krise
Im Auftrag der Bundesländer Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz und der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern hat ZiviZ im Stifterverband eine qualitative Befragung von Führungskräften in Infrastruktureinrichtungen und Verbänden vorgenommen. Gefragt wurde danach, mit welchen Herausforderungen das bürgerschaftliche Engagement in der Zeit der Corona-Pandemie zu tun hat und wie aktuelle Ansätze aussehen. Auf der Website sind zentrale Ergebnisse »Lokal kreativ, finanziell unter Druck, digital herausgefordert«  zusammengefasst und konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Zivilgesellschaft formuliert.
Zur Ziviz-Studie

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Mareike Einfeld

Tel.: +49 (0)211 / 837-1632
E-Mail: mareike.einfeld@stk.nrw.de