Engagementbarometer: Weniger Handlungsspielräume trotz besonderer Leistungen

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Bunte Spielfiguren stehen im Kreis
12. Februar 2021

Engagementbarometer: Weniger Handlungsspielräume trotz besonderer Leistungen

Aktuelle Meldung | Das im Januar 2021 veröffentlichte Policy Paper von ZIVIZ (Zivilgesellschaft in Zahlen) zeigt auf, wie die Coronakrise zu wachsender Unsicherheit und Schwächung zivilgesellschaftlicher Strukturen führt. Das Policy Paper basiert auf einer Umfrage vom November 2020.

 

Nach einem explosionsartigen Anstieg im Frühjahr 2020 ist das freiwillige Engagement seit dem Sommer zurückgegangen. Dies betrifft vor allem den Bereich des helfenden Engagements. Zudem werden Mitgliedschaften häufiger gekündigt. Haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte in zivilgesellschaftlichen Organisationen sind vielfach mit der Sicherung der finanziellen Grundlagen und weitreichenden Entscheidungen im Kontext der Pandemieregelungen überfordert. Das ergab die zweite Panel-Erhebung des Engagement-Barometers.

Das Fortdauern der Krise mindert zudem finanzielle Spielräume der Organisationen. Soforthilfeprogramme entlasten zwar existenzgefährdete Organisationen, aber sie erreichen nicht die Mehrheit. Durch die Coronakrise verursachte Mehrausgaben verschärfen die ökonomische Situation und Belastung.

Als Antwort auf diese Erkenntnisse formuliert ZIVIZ aber auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik und für die Organisationen. Die Handlungsempfehlungen für die Zivilgesellschaft lauten (im Wortlaut):

  • »Die Leistung der Zivilgesellschaft in der Krise verdient mehr Anerkennung. Zeigen Sie darum durch Aushänge, Infobriefe an Bürgermeister und Landräte sowie Social Media, was Sie leisten und wie leicht Ihre wichtige Arbeit unterstützt werden kann.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Organisationen aus, wie Kündigungen von Mitgliedschaften verhindert werden können, zum Beispiel durch Mitgliedschaftsrabatte.
  • Prüfen Sie die Möglichkeit der kostenlosen Nutzung von (zwischenzeitlich) leerstehenden größeren Räumen und Sachspenden von beispielsweise Spukschutzvorrichtungen, PC-Hardware bei Ihren Kommunen und lokal ansässigen Unternehmen. Sind gegebenenfalls Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit, online zu Buchhaltung, digitaler Arbeit oder Öffentlichkeitsarbeit ehrenamtlich Tipps zu geben?
  • Die Informationslage zu Hilfsprogrammen ist unübersichtlich und sollte verbessert werden. Kontaktieren Sie nichtsdestotrotz direkt die zuständigen Ministerien, Verbände und Infrastruktureinrichtungen und lassen Sie sich zu Fragen der Antragstellung beraten.«

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