Beratung

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Gespeichert von Björn Lappe am 17. Februar 2015
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Beratung

Rat für die gute Tat

Freiwilliges Engagement lebt von der Initiative und dem Einsatz Einzelner und von Gruppen. Zahlreiche Stellen beraten und betreuen engagierte Menschen, Organisationen oder Kommunen.

 

Wie gelingt das Engagement in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen? Wie können Organisationen zur gezielten Förderung des Engagements befähigt und beraten werden? Hier werden bestehende Strukturen oder Programme vorgestellt, die vom Land eingerichtet wurden oder vom Land unterstützt werden. Sie beraten und helfen den beteiligten Organisationen konkret weiter.

Kommunen

Das Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW bietet den Engagementverantwortlichen der im Netzwerk zusammengeschlossenen Kommunen eine Plattform zur Vernetzung und ermöglicht den kollegialen Erfahrungsaustausch und –transfer von Strategien, Handlungsansätzen und Praxisbeispielen. Neben regelmäßigen Treffen werden unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten angeboten, wie regelmäßige Infomails und Workshops zu aktuellen Themen und Herausforderungen.

Das Land bietet Kommunen zudem Hilfe bei der Entwicklung einer strategischen Engagementförderung. Die Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstratedien: Zukunftsfaktor Bürgerengagement ist eine Qualifizierungsreihe für interessierte Kommunen, die Engagement vor Ort intensiver in den Blick nehmen, als Querschnittsaufgabe begreifen und strategisch fördern möchten. Neben der Qualifizierung findet auch eine konkrete Beratung der beteiligten Kommunen statt.

Kommunen werden auch bei einer altersgerechten Quartiersentwicklung unterstützt. Dazu wurden eigens das das Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW und das Landesbüro innovative Wohnformen.NRW eingerichtet. Beide Büros bieten den lokalen Akteurinnen und Akteure kostenfreie Beratung an, auch vor Ort. Flankiert wird dieses Angebot durch die Entwicklung und Beschreibung praxisorientierter Methoden und Instrumente zur altengerechten Quartiersentwicklung

Natur- und Umweltschutz

Das Programm Qualifizierung des bürgerschaftlichen Engagements sieht die rechtliche, organisatorische und finanzielle Beratung von ehrenamtlich tätigen Einzelpersonen, Organisationen und Initiativen vor. Das Angebot unterstützt sie dabei, Projektideen zu konkreten Maßnahmen weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen die Entwicklung ländlicher Räume, der Naturschutz, die Gewässerentwicklung und der Klimaschutz.

Beratung für jugendliche Engagierte

Das Land fördert die Kompetenzstelle Engagementförderung beim den Landesjugendring NRW e.V. Dieser stärkt das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Jugendleitercard (Juleica) und die interkulturelle Öffnung der Jugendarbeit.

Ein weiteres Projekt des Landes ist die Servicestelle Jugendbeteiligung NRW. Ziel ist es, demokratische Prozesse der Partizipation und Mitbestimmung in der Jugendförderung und an kommunalpolitischen Entscheidungen anzuregen und zu unterstützen. Dazu berät die Servicestelle Jugendliche, Jugendgremien sowie Verantwortliche in Politik und Verwaltung.

Die Fortbildung von Schülerinnen und Schülern zu Sporthelferinnen und Sporthelfern benötigt entsprechend geschulte Lehrkräfte. Ihre Qualifizierung wird ausgeschrieben über die Fortbildungen »Sport« der Bezirksregierungen. Schulsport-Beratungen sowie Mitarbeitende der Sportjugend führen sie gemeinsam durch. Weitere Qualifizierungsmöglichkeiten im Sport bieten der Landessportbund NRW und seine Mitgliedsorganisationen, die Stadt- und Kreissportbünde sowie die Sportfachverbände. Je nach Bedarf wird das Schulungsangebot auch erweitert.

Freiwilligenagenturen

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen e.V. (lagfa NRW e.V.) unterstützt Freiwilligenagenturen. Sie hilft beratend weiter, wenn eine neue Freiwilligenagentur aufgebaut werden soll. Sie berät und begleitet zudem die bestehenden Agenturen vor Ort, ermöglicht einen regelmäßigen Fachaustausch und bietet den MitarbeiterInnen der Agenturen Fortbildungsangebote.

Vereinsvorstände stärken

Vereine sind die wichtigste Organisationsform für ehrenamtliches Engagement. Die Paritätische Akademie NRW führte gemeinsam mit einem landesweiten Netzwerk das von der Robert Bosch Stiftung geförderte Modellprojekt »Engagement braucht Leadership« durch. Das Projekt wurde zusätzlich vom Land NRW unterstützt und ging bis September 2016. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Unterstützung von Personen in Vorstandsämtern sowie die Gewinnung und Nachbesetzung von Vorständen.

Standorte in NRW

Weiterführende Informationen zum Programm der Robert Bosch Stiftung und zur Umsetzung in NRW im Netz unter paritaetische-akademie-nrw.de. Dort finden sich auch alle Adressen und Kontaktdaten der Projektpartner und Kontaktpersonen.

Ansprechpartner
Stefan Rieker
Paritätische Akademie NRW
Loher Straße 7
42283 Wuppertal
Tel: (02 02) 2 74 54 16
Email: rieker@paritaet-nrw.org

Inklusion unterstützen

Viele Ehrenamtliche setzen sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung nicht ausgegrenzt werden. Eine im Aufbau befindliche Online-Plattform soll künftig einen Überblick über die Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude in NRW liefern. Derzeit testen etwa 200 ehrenamtlich Mitwirkende als „Bestandserheber“ in mehreren Modellregionen die Lage vor Ort – weitere werden gesucht. Ein weiteres ehrenamtliches Beratungsnetzwerk vermittelt Lotsen für Menschen mit Behinderungen. Sie helfen ihnen durch den Dschungel der Sozialsysteme mit seinen Gesetzen, Regeln und Institutionen. Das Portal Wir sehen weiter berät und unterstützt spät erblindete und sehbehinderte Menschen. Die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater sind selbst blind oder sehbehindert und können sich sehr gut in die Lage der Ratsuchenden einfühlen. Das Taubblindenassistenz-Projekt qualifiziert professionelle Taubblindenassistenten (TBA), damit taubblinde Menschen selbstbestimmt leben können. Das Unternehmen Pflegebegleitung unterstützt Angehörige bei dem schwierigen Spagat zwischen Bürostuhl und Krankenbett. Es hat die Entwicklung und Erprobung von Koproduktionsmodellen mittelständischer Unternehmen mit Freiwilligeninitiativen, Anbietenden professioneller Pflege und Kommunen zum Ziel.

Eine Brücke zwischen jungen und älteren Menschen

Der demographische Wandel bedingt, dass sich unsere Gesellschaft künftig stärker auf die Ansprüche und Bedürfnisse älterer Menschen einstellen muss. Wesentlich  ist die Frage, wie sich vor Ort Pflege und ärztliche Versorgung, Barrierefreiheit, haushaltsnahe Dienstleistung und das ehrenamtliche Engagement stärken und ergänzen lassen. Das Projekt Masterplan altengerechte Quartiere.NRW will eine Brücke zwischen jungen und alten Menschen schlagen und den generationenübergreifenden Dialog fördern. Die Kombination von professioneller und ehrenamtlicher Betreuung älterer Menschen soll beispielsweise ermöglichen, dass diese lange in ihrem vertrauten Umfeld leben können.

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