Fokus Kommune

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Gespeichert von Björn Lappe am 17. Februar 2015
Flagge mit Wappen NRW

Fokus Kommune

Strukturen stärken

Das Land NRW stärkt Kommunen in ihrer Engagementförderung mit verschiedenen Projekten. Städte, Kreise und Gemeinden nutzen diese Angebote, um ihre Gestaltungsaufgaben strategisch und mit frischen Ideen anzugehen.

 

In den Städten, Kreisen, Gemeinden und Quartieren von Nordrhein-Westfalen gibt es viel zivilgesellschaftliches Potenzial. Damit es wachsen und sich weiter entfalten kann, sind verlässliche Rahmenbedingungen die Voraussetzung. Die Landesregierung unterstützt die Kommunen bei dieser zentralen und zukunftsweisenden Herausforderung. Dazu gehören die Begleitung der Kommunen bei der Einführung der Ehrenamtskarte, das seit 2011 laufende Projekt »Zukunftsfaktor Bürgerengagement. Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien« und der Aufbau eines Netzwerkes engagementfördernder Kommunen.

So unterschiedlich das zivilgesellschaftliche Potenzial der Kommunen in NRW, so individuell sind auch die Ansprüche: Die eine Kommune definiert die Förderung des Ehrenamts als wichtigen Baustein für die Gestaltung des demografischen Wandels. An anderer Stelle genießt die Gewinnung junger Menschen oder die Einbeziehung von Unternehmensengagement besondere Aufmerksamkeit. Die einen haben viel Erfahrung, andere beginnen gerade erst, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Schritt für Schritt entstehen Stabsstellen oder Runde Tische für Bürgerengagement.

Netzwerk mit engagementfördernden Kommunen

Das »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW« hat das Ziel, lokale Engagementstrukturen zu stärken und die strategische Ausrichtung der Engagementförderung vor Ort zu unterstützen. Dazu bietet das Netzwerk kommunalen Engagementverantwortlichen eine Plattform für den kollegialen Erfahrungsaustausch und –transfer von Strategien, Handlungsansätzen und Praxisbeispielen. Neben regelmäßigen Treffen werden unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten angeboten, wie regelmäßige Infomails und Workshops zu aktuellen Themen und Herausforderungen (Engagementförderung im Asyl- und Flüchtlingsbereich oder Lokale Engagementförderung im Netzwerk) an denen auch lokale Partner teilnehmen können.

Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW

Zu den 37 Mitgliedern des »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW« zählen derzeit Kommunen, die an dem Qualifizierungsprojekt des Landes »Zukunftsfaktor Bürgerengagement. Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien« teilgenommen haben, die drei Partnerkommunen Arnsberg, Essen und Rheine sowie der Regierungsbezirk Arnsberg. Grundsätzlich ist das Netzwerk jedoch offen für Kommunen,

  • die über eine kommunale Ansprechperson für das Thema verfügen,
  • die Engagementförderung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert haben,
  • die am Programm Ehrenamtskarte des Landes NRW teilnehmen
  • oder eine Einführung planen.

Das Kommunen-Netzwerk wird durch das FSI Forum für soziale Innovation gGmbH begleitet.

Das Kommunen-Netzwerk trifft sich zu thematisch ausgerichteten Netzwerktreffen. 2015 wurden gemeinsam Handlungsempfehlungen für Engagementverantwortliche in Kommunen erarbeitet.

Basis der gemeinsamen Zusammenarbeit im »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW«  ist die »Gemeinsame Erklärung: Zukunftsfaktor Bürgerengagement – Gemeinsam und vernetzt handeln«  (PDF). Sie wurde im Rahmen einer Erstunterzeichnung im Dezember 2012 von zunächst zehn Kommunen, den kommunalen Spitzenverbänden NRW und der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen unterzeichnet wurde.
Im Rahmen der Zweit- und Drittunterzeichnung 2015 und 2016 folgten insgesamt 26 weitere Städte und Gemeinden sowie der Regierungsbezirk Arnsberg, die der Gemeinsamen Erklärung zustimmten und dem »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW« offiziell beigetreten sind.

Zukunftsfaktor Bürgerengagement. Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien (EWS)

Die EWS ist ein Qualifizierungs- und Entwicklungsformat für Verwaltungsmitarbeitende aus Städten, Gemeinden und Kreisen, die die Engagementförderung vor Ort strategisch angehen wollen. Pro Durchgang begrenzt auf zehn Projektstandorte bietet sie einer festen Gruppe zweiköpfiger kommunaler Entwicklungsteams ein Ensemble aufeinander abgestimmter Lernarrangements: Fachtagung, prozessorientierte Workshopreihe, Lernquellenpool und fachliche Beratung auch zwischen den Workshops.

Neues Angebot:
Interessierte Städte, Gemeinden und Kreise können sich bis zum 30. Juni 2017 um die Mitwirkung in der vierten Entwicklungswerkstatt bewerben. Aufgrund der sehr positiven Resonanz auf das Angebot erhalten zehn weitere Kommunen die Gelegenheit zur Teilnahme.

Weitere Informationen:

Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien (EWS)

Das Herzstück der jeweils auf ein Jahr angelegten EWS bildet die Workshopreihe, die sich an aktuellen Fragen und Herausforderungen der Arbeit vor Ort orientiert. Die Themen und Inhalte bestimmen die Entwicklungsteams nach dem Prinzip des selbstorganisierten Lernens schrittweise selbst. Externe Fachleute werden ebenso einbezogen wie das in der Gruppe vorhandene Wissen und Know how. Die EWS bietet eine geschützte Plattform für interkommunalen Austausch (Erfahrungstransfer, good-practice-Beispiele etc.), kollegiale Beratung und gemeinsame konzeptionelle Entwicklungsarbeit. Die vertrauensvolle Atmosphäre in der geschlossenen Gruppe fördert das offene Ansprechen auch von Problemen und Irrwegen.
 

  • Die erste Entwicklungswerkstatt fand von 2011 - 2013 statt. Diese Pilotphase mit 10 Kommunen wurde wissenschaftlich begleitet durch das Forschungsinstitut Geragogik (FoGera). Beteiligte Kommunen: Bonn, Burbach, Emsdetten, Hemer, Kamp-Lintfort, Lemgo, Kreis Lippe, Mönchengladbach, Oberhausen und Solingen
  • Die zweite Entwicklungswerkstatt mit weiteren 10 Kommunen aus ganz NRW fand von 2014 - 2015 statt. Beteiligte Kommunen: Alsdorf, Beckum, Bergheim, Hagen, Hellenthal, Kirchlengern, Lünen, Nieheim, Velbert und Witten
  • Die dritte Entwicklungswerkstatt in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg lief bis  Ende 2016. Beteiligte Kommunen: Ahlen, Bad Berleburg, Bergkamen, Finnentrop, Kirchhundem, Menden, Kreis Olpe, Senden, Kreis Siegen-Wittgenstein, Sprockhövel

Die Entwicklungswerkstatt des MFKJKS wird umgesetzt in Trägerschaft des Katholisch Sozialen Instituts (KSI), Bad Honnef.

Warum ist eine Engagementstrategie vor Ort für Kommunen wichtig?

Es geht darum, das bürgerschaftliche Potential einer Stadt zur Entfaltung zu bringen und zu unterstützen. Eine bürgerschaftlich aktive Stadt ist eine lebendige und sozial produktive Stadt. Eine Stadt, in der viele sich bürgerschaftlich selbst verwirklichen können in Projekten, Initiativen, Gruppen und Vereinen für ihr eigenes Lebensumfeld.
 

Hans-Josef Vogel, Bürgermeister Arnsberg

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