Engagement des Jahres 2013: Bund der Katholischen Jugend

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Gespeichert von Björn Lappe am 23. Februar 2015
Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Fröndenberg beim Bau der Voliere für das Seniorenheim Schmallenbach-Haus.

Bund der Katholischen Jugend

Engagment des Jahres 2013

72 Stunden am Stück engagieren sich Jugendliche und Kinder vom 13. – 16. Juni 2013 in Nordrhein-Westfalen im eigenen Sozialraum vor Ort. Bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Mitgliedsverbände werden Flussläufe gereinigt, Theaterprojekte mit behinderten Menschen durchgeführt, Spielplätze renoviert, Therapieplätze für Wachkomapatienten gestaltet, Generationenfeste veranstaltet und Spendenaktionen für caritative Zwecke initiiert. Drei Tage lang werden in den fünf (Erz)-Bistümern Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn über 1.000 Aktionsgruppen mit vielen tausenden TeilnehmerInnen die Welt ein bisschen besser machen.

 

Bereits im Jahr 2009 hat der BDKJ im Westen und Süden der Bunderepublik eine gemeinsame 72-Stunden-Aktion durchgeführt. Damals wurden von insgesamt 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 7,2 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Für die 72-Stunden-Aktion 2009 wurde der BDKJ mit dem 1. Preis der Deutschen Katholikentage - Aggiornamento-Preis ausgezeichnet. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, zeigte sich in seiner Laudatio begeistert von der Aktion: »Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ spornt Kinder und Jugendliche zu vielen guten sozialen Projekten an. Junge Menschen schenken ihre Zeit und ihre Kreativität, um die Welt aus ihrem Glauben heraus zu gestalten - dieses Engagement zeichnen wir gerne aus.«

»In diesem Jahr findet die 72-Stunden-Aktion zum ersten Mal bundesweit statt. Von Kiel bis zum Bodensee, von Aachen bis Görlitz werden junge Menschen in 72 Stunden die Welt ein bisschen besser machen. Diese Gemeinsamkeit in den rund 4.000 Aktionen bundesweit stellt für die Jugendlichen und Kinder eine ganz besondere Eigenschaft dieser Aktion dar und lässt sie Teil von etwas ganz Großem werden. Das zeigen auch die tollen Erfahrungen aus dem Jahr 2009.« sagt Alexandra Horster die Landesvorsitzende des BDKJ in NRW.
Bei der Aktion 2009 hämmerten, bohrten und sägten ungefähr 60 PfadfinderInnen der DPSG St. Marien Fröndenberg unermüdlich von morgens früh bis spät in die Nacht, um in 72 Stunden eine Voliere im Garten des Altenzentrums Schmallenbach-Haus zu errichten. Der Käfig beheimatet nun nicht nur mehr als 20 Vögel und schmückt die Außenanlagen des Seniorenheims, sondern wird auch zu tiertherapeutischen Zwecken eingesetzt. Die Fröndenberger Voliere hat wahrlich Generationen verbunden, wie bei der gemeinsamen Einweihungsfeier mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses deutlich wurde.

Bei der Kolpingjugend aus Natzungen im Warburger Land stand 2009 ein alter Prozessionsweg im Mittelpunkt der Sozialaktion. Sowohl mit schwerem Gerät als auch mit ausdauernder Muskelkraft hatte das Entfernen von Wildwuchs zunächst oberste Priorität. Danach rückte die Neugestaltung des der Wegführung in den Fokus. Der Pfad wurde nicht nur ausgebaggert, begradigt und neu beschottert, so dass er zukünftig wieder als Prozessionsweg genutzt werden kann. Die ca. 50 an der Aktion beteiligten HelferInnen engagierten sich auch im ökologischen Sinne und stellten Hinweistafeln zur heimischen Vogelwelt sowie Nisthilfen für Insekten und Fledermäuse auf.

Der Caritasverband in Rietberg konnte sich bei der vergangenen Aktion über tatkräftige Hilfe von 20 Jugendlichen der KJG Neuenkirchen freuen. Die Aufgabe, von der die jungen Menschen erst am Aktionsbeginn erfuhren, beinhaltete das Sammeln von Lebensmittelspenden für die gemeinnützige Initiative »Warenkorb«, bei der Bedürftige zuvor gespendete Kleidung und Nahrung preiswert erwerben können. Zusätzlich »bewaffneten« sich die Jugendlichen kurzerhand mit Malerpinseln, um gemeinsam mit der örtlichen Kolpingfamilie auch noch die Räumlichkeiten des »Warenkorbs« zu renovieren.

Aktuelle Aktionen 2013

»Wir haben schon viel mehr geschafft als gedacht«, erzählen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Rumenthorp der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in Köln am Samstag (15. Juni 2013) während der 72-Stunden-Aktion. Kinder und Heimbewohner und -bewohnerinnen arbeiten Hand in Hand an der Verschönerung des Übergangsheims für Menschen mit Fluchterfahrung. Der Grillplatz ist schon gebaut und das Fliesenmosaik wurde verlegt. »Die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sind total gastfreundlich. Für alle Seiten ist das eine tolle Erfahrung«, berichtet Heike Gabriel von der DPSG und freut sich auf das gemeinsame Fest heute um 15 Uhr. »Die 72-Stunden-Aktion zeigt allen, die es noch nicht glauben wollen: integratives Miteinander funktioniert!«, hebt Annika Triller, Diözesanvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Köln, die politische Dimension der Aktion hervor.

Aktionen im Erzbistum Paderborn
Tag 1: Mit Petrus Segen 72-Stunden-Aktion gestartet
17.07 Uhr. Startschuss. Und der Petrus meint es zu gut: Der göttliche Segen fällt in Strömen vom Himmel. Der Regen hält die Jugendlichen aber nicht ab, mit Vorfreude auf die nächsten 72 Stunden zu blicken. Im Erzbistum Paderborn ist heute die Sozialaktion des BDKJ gestartet. Im Bielefelder Koordinierungskreis eröffnet der Bielefelder Studentenseelsorger Lars Hofnagel die Aktion mit einer Segensfeier in St. Joseph Bielefeld.
Artikel zum ersten Tag

Tag 2: Pläne schmieden, Sponsoren suchen und Arbeit starten
Grün ist das Erzbistum Paderborn. Allerorts wehen Banner der 72-Stunden-Aktion über Kirchen, Pfarrheimen, Kindergärten, Seniorenzentren und Plätzen. Mit grünen T-Shirts, grünen Armbändern und Flüstertüten ausgestattet, sind die Teilnehmer schon von weitem gut zu erkennen. Eine Bilanz des zweiten Aktionstages: ein Blick in motivierte Gesichter.
Artikel zum zweiten Tag

Tag 3: Himmlische Hut-Wette, bunte Route 72 und 24-Stunden-Lauf
Route 66? Dahin zieht es in Oestinghausen bald keinen mehr. Mit der tatkräftigen Hilfe aller Jugendgruppen des Dorfes werden die 15,6 km Fahrradroute 72 aufpoliert. 120 Mädchen und Jungen aus DPSG, Ministranten, Kinderschola, Jugendfeuerwehr und der Gruppe »Kleine Taten« packen bei diesem Großprojekt mit an. »Das stärkt die Gemeinschaft«, finden Isabell Nolte (16) und Leonie Beine (14). Entlang des Weges entstehen gerade zehn Stationen - gleichzeitig.
Artikel zum dritten Tag

Kontakt und weitere Informationen:
Bund der Deutschen Katholischen Jugend
Nordrhein-Westfalen e. V. (BDKJ NRW)
Carl-Mosterts-Platz 1
40477 Düsseldorf
Tel.: 0211/44 93 5-0
Fax: 0211/44 93 5-23
E-Mail:info@bdkj-nrw.de
www.bdkj-nrw.de
www.72stunden.de

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