Mit StadtAktiv will sich die Kölner Stadtverwaltung mit ihren Beschäftigten für das Gemeinwohl, aber zugleich auch für die Schaffung und Erhaltung einer mitarbeiterfreundlichen Unternehmenskultur einsetzen. Gleichzeitig werden die Beschäftigten angesprochen, die sich bisher nicht bzw. nicht mehr bürgerschaftlich engagieren. Mit StadtAktiv werden die Beschäftigten nachhaltig für das bürgerschaftliche Engagement mobilisiert bzw. verstärkt motiviert. Gleichzeitig soll von StadtAktiv eine Signalwirkung ausgehen, die ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement auch bei anderen Unternehmen, gesellschaftlichen Gruppierungen, Stadtverwaltungen hervorruft. StadtAktiv startete 2003 und wird allen 17.000 Beschäftigten angeboten.
Im Rahmen von StadtAktiv haben die städtischen Beschäftigten die Möglichkeit auf freiwilliger Basis, also ehrenamtlich, gemeinnützige Projekte zu realisieren. Sie werden dafür für einen Tag im Jahr von ihrer eigentlichen Arbeit freigestellt. Die Projekte selbst sind vielfältig, wie z.B. Betreuung bei Ausflügen, Organisation von Veranstaltungen, Renovierung von Räumlichkeiten oder Durchführung von Gartenarbeiten. Projektpartner sind dabei immer gemeinnützige Einrichtungen. Mit dem Begriff »StadtAktiv« wurde für die Stadtverwaltung ein eigener deutscher Name gefunden, der sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingeprägt hat. Die Beschäftigten selbst haben diesen Begriff in einem Wettbewerb ermittelt.
Ehrenamt im Ruhestand
Viele städtische Mitarbeiter wollen auch nach ihrer Pensionierung für Köln und die Kölnerinnen und Kölner aktiv sein. Dieses Engagement wird bei der Stadt Köln durch die Initiative »Ehrenamt im Ruhestand« gefördert. Seit 2006 bekommt jede städtische Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter zur Verabschiedung aus dem Berufsleben einen persönlichen Brief des Oberbürgermeisters in dem er auf die Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements in der nachberuflichen Phase hinweist. Die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig zu Infoveranstaltungen in das Rathaus eingeladen. Hier werden ganz konkrete Engagementmöglichkeiten präsentiert. Nächste Infoveranstaltung ist im Mai 2011.
Sozialpraktikum für Auszubildende
Auszubildende engagieren sich freiwillig während ihrer Arbeitszeit in einer sozialen Einrichtung und lernen soziale Arbeit hautnah und auf Zeit kennen. Das Sozialpraktikum dauert 1 Woche und wird u.a. in folgenden Einrichtungen angeboten:Aidshilfe Köln, Drogenhilfe Köln, JVA, Sozialbetriebe Köln (Behindertenwerkstätten), Streetwork. Sowohl die Azubis als auch die Einrichtungen geben ein schriftliches Feedback.
Soziale Kompetenzen werden immer bedeutsamer, je mehr in Netzwerken und Teams gearbeitet wird und wo es auf die Motivation der Mitarbeiter ankommt. Hier steht die konkrete Auseinandersetzung mit der sozialen Arbeits- und Lebenswelt im Mittelpunkt. Auszubildende können erleben sich in ungewohnte Situationen und Personen einzufühlen und auf ein neues Umfeld einzustellen, mit Menschen in völlig anderen Lebensumständen zu kommunizieren und lernen die Probleme kennen, mit denen Einrichtungen konfrontiert sind. Nach erfolgreicher Pilotphase in 2010 wird das Projekt unbefristet fortgesetzt. Das Projekt hat folgende Ziele:
• Soziale Kompetenzen stärken
• Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit fördern
• Einfühlungsvermögen stärken
• Flexibilität und Toleranz für Fremdes und Neues erhöhen
• Fähigkeit zum Perspektivenwechsel fördern (Mitarbeiter/innen besser verstehen)
Weitere Informationen:
Stadt Köln - Der Oberbürgermeister
Amt des Oberbürgermeisters
Kommunalstelle FABE (Förderung und Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements)
Rathaus (Spanischer Bau)
50667 Köln
Telefon: (02 21) 2 21/23 19 0
E-Mail: Susanne.Kunert@Stadt-Koeln.de
Internet: www.stadt-koeln.de
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