Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
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Informationen zum Versicherungsschutz

Wer sich freiwillig und ehrenamtlich engagiert, möchte anderen etwas Gutes tun und denkt nicht zuerst an Schäden, die dabei entstehen können: ein Unfall, der den Engagierten selbst verletzen kann, oder ein Schaden am Eigentum einer anderen Person. Organisationen und Ehrenamtliche sollten sich über den möglichen Versicherungsschutz im Bereich Unfall und Haftpflicht informieren, um zu verhindern, dass Engagierte das Risiko eines Ehrenamts selbst tragen müssen.

Unfallversicherung

Viele Ehrenamtliche sind durch die gesetzliche Unfallversicherung - für die Versicherten beitragsfrei - geschützt, beispielsweise die Engagierten in Caritas, Diakonie und anderen Wohlfahrtsverbänden, auch Betriebsräte, ehrenamtliche Gemeinderäte und Schöffen sowie Ehrenamtliche, die in Kirchengemeinden in gewählten Gremien z.B. als Presbyter mitarbeiten. Seit 2005 sind auch Ehrenamtliche gesetzlich unfallversichert, wenn sich Vereine im Auftrag oder mit Zustimmung von Bund, Ländern, Kommunen oder öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften engagieren. Auf Antrag können im Weg der freiwilligen Versicherung gewählte Ehrenamtsträger gemeinnütziger Organisationen versichert werden. Dies gilt seit Oktober 2008 auch für ehrenamtlich Tätige, die nicht gewählt, aber beauftragt sind; d.h. im Auftrag oder mit Einverständnis des Vorstands herausgehobene Aufgaben wahrnehmen (z.B. Leitung eines Festausschusses). Diese Versicherung ist beitragspflichtig. Eine Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales informiert über den gesetzlichen Unfallschutz (Stand Mai 2011):
 »Zu Ihrer Sicherheit« (PDF)

Zuständig sind bundesweit die Verwaltungs-Berusfgenossenschaft und die Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege.

Im Land Nordrhein-Westfalen hat die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen den Kreis der gesetzlich unfallversicherten Engagierten zudem durch ihre Satzung (§ 5) erweitert. Informationen und Ansprechpartner bei Fragen finden sich in einem Faltblatt der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen:
 »Unfallversichert im Ehrenamt« (PDF)

Unfall-Sammelversicherungsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen
Für ehrenamtlich Engagierte, die nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen, besteht automatisch und ohne besondere Anmeldung Versicherungsschutz über einen vom Land abgeschlossenen privatwirtschaftlichen Unfallversicherungsvertrag. Die Kosten der Versicherung übernimmt das Land, Ehrenamtliche müssen keine Prämie zahlen. Eine Leistung aus diesem Vertrag wird bei unfallbedingter Invalidität (dauerhafte Beeinträchtigung) oder im Todesfall erbracht.

Informationen und Ansprechpartner bei Fragen finden Sie in einem Faltblatt des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie in der Übersicht häufig gestellter Fragen:
»Sicherheit im Ehrenamt« (PDF)
FAQ zum Versicherungsschutz (PDF)

Ehrenamtliche können Unfälle, bei denen sie selbst einen Personenschaden erlitten haben, direkt unter Verwendung der folgenden Unfallschadenanzeige melden:
Unfallschadenanzeige für Landesversicherung NRW (PDF)

Haftpflichtversicherung

Eine pauschale Absicherung der gesetzlichen Haftpflicht aller rechtlich selbstständigen Strukturen wie Vereine, Verbände, Körperschaften oder Stiftungen sowie der für sie handelnden Personen besteht nicht. Aus diesem Grund wird eingetragenen Vereinen, Verbänden, Körperschaften und anderen rechtlich selbstständigen Organisationen empfohlen, den Haftpflichtversicherungsschutz für sich selbst zu regeln. Über entsprechende Haftpflichtversicherungsverträge sind üblicherweise auch ehrenamtlich Engagierte mitversichert. Die private Haftpflichtversicherung schützt in der Regel das freiwillige Engagement in nicht eingetragenen Vereinen und freien Vereinigungen, wenn es kein öffentliches Ehrenamt oder eine verantwortliche Tätigkeit ist.

Haftpflicht-Sammelversicherungsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen
Viele ehrenamtlich und freiwillig Engagierte üben ihre Tätigkeit außerhalb von rechtlich selbstständigen Organisationen aus, beispielsweise in Selbsthilfegruppen ohne Vereinsstatus. Für diese Engagierten hat das Land eine pauschale Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Über diese sind auch die ehrenamtlich und freiwillig Engagierten mitversichert, die zwar für eine rechtlich selbstständige Einrichtung tätig werden, für die aber keine Absicherung über ihre Einrichtung oder Organisation bzw. eine private Haftpflichtversicherung besteht.

Informationen und Ansprechpartner bei Fragen finden sich in einem Faltblatt des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie in einer Übersicht häufig gestellter Fragen:
»Sicherheit im Ehrenamt« (PDF)
FAQ zum Versicherungsschutz (PDF)

Mögliche Haftpflichtschadenfälle können Engagierte direkt mit der folgenden Schadensanzeige melden:
Haftpflichtschadensanzeige für die Landesversicherung NRW (PDF)

Weitere Informationen

Bei Fragen und in konkreten Schadenfällen zu den Haftpflicht- und Unfallversicherungsverträgen des Landes wenden Sie sich bitte an den beauftragten Versicherungsdienst:

Union Versicherungsdienst GmbH
Klingenbergstraße 4
32758 Detmold
E-Mail: ehrenamt@union-verdi.de
Tel.: (0 52 31) 6 03 61 12

Informationen zu einzelnen Versicherungsfragen hat die bundesweite Initiative »für mich, für uns, für alle«  zusammengestellt.

Versicherungsschutz im Ehrenamt

Versicherungsschutz