Der Bedeutungszuwachs bürgerschaftlichen Engagements ging in den letzten Jahren mit einem regelrechten Gründungsboom von Organisationen einher, die mit differenzierten Angeboten freiwilliges Engagement vor Ort unterstützen. In Nordrhein-Westfalen lässt sich die Dynamik dieser Organisationsentwicklung im Bereich infrastruktureller Engagementförderung besonders gut beobachten: Kein anderes Bundesland verfügt über eine größere Dichte an Freiwilligenagenturen bzw. -zentren, Bürgerstiftungen, Netzwerken oder kommunalen Koordinierungsstellen, die mit spezifischem Profil das Engagement der Bürger/innen fördern helfen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, neue Erkenntnisse zu Aufgabenprofilen, Leistungsspektren, Kooperationen, Konflikten und Unterstützungsbedarfen dieser sich zunehmend ausdifferenzierenden Infrastruktur zu gewinnen. Die Studie wurde vom Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalens gefördert.
Die Verbesserung der Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements und die Stärkung zivilgesellschaftlicher Infrastrukturen haben seit der Enquete-Kommission "Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements" als Anliegen an Bedeutung gewonnen. Nicht nur zivilgesellschaftliche Akteure, sondern auch Unternehmen (Corporate Citizenship) sowie Bund, Länder und Kommunen haben die Engagementförderung stärker auf ihre Agenda genommen. Der Band bietet umfassende Darstellungen von Leitbildern und ideengeschichtlichen Bezügen der Engagementpolitik, analysiert die Mitwirkung gesellschaftlicher Akteure an den engagementpolitischen Entscheidungsprozessen im föderalen System Deutschlands sowie im europäischen Vergleich. Präsentiert werden zudem differenzierte Darstellungen von Feldern der Engagementpolitik - Bildung, Integration, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, Gesundheitswesen und Pflege, Umwelt und "welfare mix" im Bereich sozialer Dienste sowie eine demokratiepolitische Bilanz.
Bürgerschaftliches Engagement ist eine wesentliche Ressource für die Entwicklung von Städten, Kreisen und Gemeinden. Engagement schafft Lebensqualität vor Ort, es kann zu einer Stärkung der lokalen Demokratie und zu einer Revitalisierung der kommunalen Selbstverwaltung beitragen. Die Dokumentation enthält eine Fülle von Anregungen und gelungenen Beispielen kommunaler Engagementförderung und -praxis vor Ort, ergänzt durch Impulse zum Engagement und zur Engagementförderung in den Niederlanden und grundsätzliche Überlegungen zur Rolle und Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die lokale Gemeinwesenentwicklung. Die Publikation ist ein Ergebnis des Projektes »Förderung bürgerschaftlichen Engagements als Ressource für kommunale Entwicklungsprozesse«, das vom Katholisch-Sozialen Institut (KSI) in Bad Honnef getragen und vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wurde.
Die Gesellschaft eines längeren Lebens als Chance begreifen: Dieser Ansatz lag dem Modellprogramm »Aktiv im Alter« zugrunde. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat damit von April 2008 bis Dezember 2010 Kommunen gefördert, die ältere Bürgerinnen und Bürger zu Engagement und Mitbestimmung ermuntern wollen. Der Praxisleitfaden richtet sich nicht nur an Kommunen, sondern auch an Verbände, Vereine, Kirchen oder Unternehmen.
Die finanzielle Situation vieler deutscher Kommunen ist mehr als angespannt. Auch aus diesem Grund gewinnen bürgerschaftliches Engagement sowie Kooperationen zwischen Wirtschaft und Verwaltung immer mehr an Bedeutung. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat einen Leitfaden herausgegeben, der sich explizit mit dieser Thematik auseinandersetzt und den Wandel innerhalb der kommunalen Entwicklung beschreibt. Hervorgegangen ist die Veröffentlichung aus dem Forschungsprojekt »Kooperationsnetze und bürgerschaftliches Engagement als Erfolgsfaktoren für ostdeutsche Kommunen«, welches das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Forschungsprogramms »Aufbau Ost« Ende 2006 in Auftrag gegeben hatte.
Soziale Stadtentwicklung bleibt eine dauerhafte und gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Die Prozesse im Rahmen des Programms »Soziale Stadt« können als modellhaft für viele der neuen Herausforderungen angesehen werden, die sich für den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen und die Weiterentwicklung von Wirtschafts- und Sozialpolitik stellen. Die Autorinnen und Autoren, die die BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit in diesem Band zusammengeführt hat, nehmen wissenschaftliche Begriffsbestimmungen zur Aktivierung von Zivilgesellschaft und zur Rolle der Gemeinwesenarbeit in sozial benachteiligten Stadtteilen vor. Erfahrungsberichte aus der lokalen Praxis zeigen, wie in den Stadtteilen Brücken zu bauen sind. Es geht darum, unterschiedliche Interessen und Erwartungen für das gemeinsame Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen und der gesellschaftlichen Teilhabe zu aktivieren.
Die vorliegende Publikation ist die Dokumentation der Tagung »Mitmachen – Mitgestalten – Mitentscheiden. Strategien für eine lebendige Bürgerkommune«, die am 18./19. Januar 2008 im Neuen Rathaus Hannover stattfand. Veranstalter waren das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und die Arbeitsgruppe 4 »Perspektiven der lokalen Bürgergesellschaft« des BBE.
Eine aktuelle Entwicklung im Internet wird mit den Begriffen »Web 2.0« oder »Soziales Internet« umschrieben. Damit ist vorrangig eine besondere Einbindung der Nutzer/innen gemeint, in welcher sie als unentgeltliche Informationslieferanten an der Erstellung der Internetangebote beteiligt sind. Das Web 2.0 bietet auch für Kommunen und die Kommunalpolitik erhebliche Potenziale, insbesondere die dadurch mögliche aktive Einbindung der Bürger/innen in Arbeitsabläufe der kommunalen Behörden erscheint attraktiv. Die Autorinnen und Autoren der Publikation zeigen auf, wie das Web 2.0 für die Erneuerung des Staates und der Verbesserung des Kontaktes mit den Bürger/innen erfolgreich eingesetzt werden kann. Die Bandbreite der Themen reicht von anschaulichen Praxisbeispielen über demokratietheoretische Überlegungen zu Web 2.0 in Kommunen bis hin zu konkreten Tipps für den Umgang eines Bürgermeisters mit diesem Thema.
Die praxisorientierte Broschüre baut auf den Beobachtungen und den Erkenntnissen der bisherigen Verantwortungspartner-Regionen auf. Die Inhalte richten sich insbesondere an Unternehmer, Wirtschaftsförderer, Regionalmanager und Vertreter der Industrie- und Handelskammern sowie der Kommunen. Er enthält alle relevanten Informationen, die benötigt werden, um Verantwortungspartnerschaften in der eigenen Region zu initiieren und durchzuführen. Der Leitfaden bietet eine Fülle an Tipps und Instrumenten, die sich im Prozessmanagement bewährt haben. Gleichzeitig liefert er einen Beitrag zum besseren Verständnis von Möglichkeiten und Grenzen regionaler Kooperationsprozesse zwischen mittelständischen Unternehmen untereinander und ihrem regionalen Umfeld.
Wirtschaftsunternehmen, die sich – über die verantwortliche Gestaltung ihrer Geschäftstätigkeit hinaus – mit ihren Ressourcen, Kompetenzen und nicht zuletzt mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bürgerschaftlich engagieren, sind für das Land wie für Städte, Kreise und Gemeinden ein zunehmend bedeutsamer Erfolgsfaktor bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen wie Zusammenhalt und Integration, Bildung und Innovation. Einzelne Kommunen in Nordrhein-Westfalen wie auch in anderen Bundesländern haben in den vergangenen Jahren in die Anregung von Unternehmensengagement und einschlägigen (sektorübergreifenden) Kooperationen und Netzwerken investiert. Deren Erfahrungen sowie aktuelle Praktiken britischer Kommunen sind in dem Bericht dokumentiert.
Das Handbuch zeigt, wie das bürgerschaftliche Engagement in sozialräumlich ausgerichteten Handlungsfeldern und für bestimmte Zielgruppen gefördert werden kann, und erläutert die notwendigen Rahmenbedingungen. Stichwörter in dem Zusammenhang sind: kommunale Leitbilder, bürgerorientierte Verwaltung, Bürgermitwirkung und engagementfördernde Infrastrukturen, Anerkennungskultur und Qualifizierungsangebote, Corporate Citizenship sowie (digitale) Netzwerke und Kooperationen. Das Handbuch bietet fundierte und praxisnahe Orientierungshilfen für eine gelingende Engagementförderung vor Ort.