In den Jahren 2005, 2007 und 2008 nahm die Lebenshilfe NRW beim Karstadt-Marathon teil. Die Zahl der Läufer/innen, die beim Firmenlauf (und mittlerweile auch beim 10-km-Lauf) des Karstadt-Marathons für die Lebenshilfe antreten, ist stattlich: Beteiligt waren die Lebenshilfen in Gelsenkirchen, Altenbeken und Dortmund, Gelsenkirchen und Herten, Köln und Minden, Netphen, Nettetal und Olpe sowie der Landesverband, die über 220 Läufer/innen - mit und ohne Behinderung mobilisieren konnten. Ausgerüstet mit einem T-Shirt mit Lebenshilfe-Logo und dem aufgemalten Logo an verschiedenen Körperstellen waren die Lebenshilfe-Läufer/innen aus dem Feld der insgesamt 400 Teilnehmer/innen gut zu erkennen.

Der Karstadt-Marathon ist eine Gelegenheit, auf die Lebenshilfe und ihre Arbeit aufmerksam zu machen: auf Menschen mit Behinderung, darauf, wie normal es ist, dass sie dabei sind, und wie dynamisch der Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sein kann. Ein bunt gemischter Haufen von sportbegeisterten Menschen setzt sich dann in Bewegung.

Bei den Teilnehmer/innen stand nicht nur das Laufen im Zeichen des Ehrenamtes. Gleichzeitig sammeln sie dabei durch Laufpatenschaften Geld für Freizeiten von Kindern/ Jugendlichen ihrer Wohnstätte. Im Jahr 2008 waren von den Läufer/innen der Lebenshilfe fast die Hälfte ehrenamtlich dabei: Der Marathon ist ein wahres Freiwilligenprojekt! Da es ein Firmenlauf war, hatten die Organisationen zunächst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe angesprochen. Da gewann man zwar einige, doch viele wurden auch am Straßenrand gebraucht, als Begleitung für Zuschauerinnen und Zuschauer mit Behinderung. Im nächsten Schritt wurden die Angehörigen der Bewohner/innen gefragt - und eine kleine, aber engagierte Gruppe fand sich. Zeitgleich mobilisierten drei Mitarbeiter ihre Angehörigen und Freunde und warben auf Anhieb viele Läufer.
Von den über 220 Läufer/innen der nordrhein-westfälischen Lebenshilfen waren etwa 80 behinderte Nutzerinnen und Nutzer der Wohnstätten und des Unterstützten Wohnens. Sie liefen im Tandem, d.h. sie wurden während des gesamten Laufs von einem Läufer »mit ohne« Behinderung direkt begleitet.: Hinter vielen Tandems stecken gewachsene Partnerschaften; sie hatten wochen- oder sogar monatelang zusammen trainiert. In vielen Diensten der Lebenshilfe NRW finden mittlerweile sogar regelmäßige Lauftreffs u.a. zur Vorbereitung des Firmenlaufes statt.

Im Jahr 2009 hat der Firmenlauf des Karstadt-Marathons als Halbmarathon stattgefunden. Da eine so lange Strecke über 20 km für fast alle Lebenshilfe-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer nicht zu schaffen war, hat die Lebenshilfe NRW eine neue Heimat für ihren Firmenlauf gesucht - und gefunden: Sie haben im April 2009 beim 21. Gelsenkirchener Volkslauf mitgemacht.
Dieses Projekt wurde im April 2009 als »Engagement des Monats« ausgezeichnet.
Weitere Informationen und Kontaktdaten:
Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen
Lebenshilfe Center Gelsenkirchen
Nicole Neumann
Cranger Str. 6
45894 Gelsenkirchen
Tel.: (02 09) 70 26 40 20
Email: neumann@lebenshilfecenter.de
Internet: www.lebenshilfe-nrw.de
BE
Behinderung
Sport
Ruhrgebiet
Sonstige