Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
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Wettbewerb ENTERPreis - Kategorien und Kriterien

Preisträger und Themenfelder - Wettbewerbskategorien

Prämiert werden sollen je ein

  • kleines (bis 50 Mitarbeiter),
  • mittleres (bis 250 Mitarbeiter)
  • großes Unternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter)

für jedes der folgenden vier Themenfelder:

  • Arbeitswelt und Ausbildung
  • Bildung und Wissen
  • Soziales Engagement
  • Kultur und Freizeit

Es werden insgesamt 12 Prämierungen und der Sonderpreis Tech4KIDS ausgelobt.

Bewertungskriterien

Der Wettbewerb zeichnet kleine, mittlere und große Unternehmen aus, die dem Standort Nordrhein-Westfalen verbunden sind und sich in herausragender Weise für gesellschaftliche Belange engagieren. Ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe der Preise ist, dass Unternehmen und Gesellschaft in gleicher Weise von dem praktizierten Engagement profitieren. Um eine solche Win-Win-Situation zu realisieren, in der sich betriebswirtschaftlicher Nutzen und nachvollziehbare Vorteile für das Gemeinwesen gleichermaßen nachweisen lassen, ist eine strategische Verknüpfung von Gemeinwohlinteressen mit den Unternehmenszielen und dem Kerngeschäft erforderlich.

Es geht weniger um die Verfolgung rein altruistischer Ziele als um ein überzeugendes, nach innen und außen kommunizierbares unternehmerisches Konzept, mit dem die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen bewusst freigesetzt werden, um in Bildung und Kultur, im sozialen Bereich, in Arbeits- und Lebenswelt vorhandene Lücken zu schließen und neue Entwicklungen anzustoßen; um Investitionen, die erkennbar und wirksam dazu beitragen, die Lebensqualität und den Zusammenhalt in der Gesellschaft und im Umfeld des Unternehmens zu verbessern und bestehende Probleme nachhaltig zu lösen.

Als Investitionen in die Standortqualität, in das soziale Kapital, in den Nachwuchs, in das Vertrauen der Konsumenten zahlen sie sich nicht nur für die Gesellschaft, sondern langfristig auch für die Unternehmen aus. Unternehmerisches Handeln wird zunehmend ganzheitlich und nicht mehr nur unter dem Gesichtspunkt des kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Erfolgs bewertet. Insofern wird unternehmensstrategisch verankertes gesellschaftliches Engagement zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor.

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Wohlergehen an einem Technologiestandort wie NRW hängt ganz entscheidend von entsprechend qualifiziertem bzw. qualifizierbaren Nachwuchs ab. Deshalb ist es sowohl im Interesse der Wirtschaft als auch der Gesellschaft, die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen und entsprechendes Engagement zu zeigen. Weil es Kindern und Jugendlichen zunehmend an altersgerechten Zugängen zu Technik und Naturwissenschaften mangelt, sollen mit dem Sonderpreis Tech4KIDS Initiativen von Unternehmen ausgezeichnet werden, die das Abenteuer Technik und Naturwissenschaften für Kinder unter 10 Jahren altersgerecht erfahrbar machen.

Die prämierten Unternehmen sollten

  • ein möglichst breites Branchenspektrum abdecken und
  • sich möglichst gleichgewichtig über die Regionen des Landes NRW verteilen.

Die Bewertungskriterien -  Erläuterungen

Eigeninitiative

  • Inwieweit handelt es sich um ein freiwilliges, über das "normale" Kerngeschäft und die rechtlichen Anforderungen hinaus gehendes Engagement?
  • Um welche Form des gesellschaftlichen Engagements handelt es sich?
  • Was war der Auslöser?
  • Wer war Impulsgeber, Promotor im Unternehmen?

Wirksamkeit (auf Unternehmensebene / auf Seiten der Mitarbeiter / im gesellschaftlichen Handlungsfeld) und unternehmensstrategische Einbindung

  • Welche nachvollziehbaren Auswirkungen für das Unternehmen (interner/externer Arbeitsmarkt, Personalentwicklung, Imageeffekte, Standortqualität etc.), die Mitarbeiter (Beschäftigungsfähigkeit, Arbeitsplatzsicherheit, Einbindung ins Unternehmen etc.) und im unternehmensübergreifenden gesellschaftlichen Handlungsfeld (Problemlösungsqualität, Dialog mit Interessen- und Anspruchsgruppen etc.) lassen sich feststellen?
  • Inwieweit ist das Engagement nicht nur ein "add on", sondern unternehmensstrategisch verankert und unternehmensübergreifend vernetzt?
  • Steht ein in sich konsistentes, nach innen und außen kommunizierbares Konzept dahinter?
  • Welche Ressourcen sind mittel- und längerfristig für das Engagement eingeplant?
  • Welchen Stellenwert hat das gesellschaftliche Engagement in der unternehmensinternen und -externen Kommunikation, in der Personal- und Organisationsentwicklung, im operativen Geschäft und betrieblichen Alltag?
  • Wie wird die Wahrnehmung des Engagements durch die Anspruchsgruppen und in der Öffentlichkeit organisiert?

Übertragbarkeit

  • Für welche Branchen, Betriebsgrößenklassen, Handlungsfelder und regionalen/lokalen Rahmenbedingungen hat das Engagement Vorbild-/Modellcharakter?
  • Wie wird das spezifische Engagement unternehmensübergreifend wahrgenommen, diskutiert und nachgefragt?
  • Was sind die entscheidenden Erfolgskriterien unter dem Gesichtspunkt von Aufwand und Ertrag?

Innovativer Ansatz

  • Inwieweit geht das Projekt, die durchgeführten Maßnahmen bzw. der Ansatz inhaltlich, konzeptionell, von der Ausstattung und den Kooperationsbeziehungen her über bekannte und gängige Engagementformen hinaus?
  • Wie schlägt sich dies in der Außendarstellung, Kommunikation und im Dialog mit Interessens- und Anspruchsgruppen nieder?