Die Partner der Nationalen Stadtentwicklungspolitik Bund, Länder, Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund rufen dazu auf, sich mit Projekten für eine bürgernahe und von Bürgerinnen und Bürgern sowie anderen Akteuren im Gemeinwesen getragene, transparente und kommunikative Stadtentwicklung zu bewerben. Mit der Förderung von Pilotprojekten sollen neue, innovative und auch experimentelle Verfahren der Stadtentwicklung in der Praxis erprobt werden. Die Projekte sollen als gute Beispiele dienen und übertragbare Beiträge zur Stadtentwicklung und Politikgestaltung von Bund, Ländern und Kommunen leisten. Bewerbungsschluss ist der 02.09.2011.
Trotz langjähriger praktischer Erfahrung und rechtlich wie methodisch fundierter Instrumente in der Bürgerbeteiligung haben in jüngster Zeit verschiedene Stadtentwicklungsprojekte Verbesserungsbedarf in der Beteiligungspraxis aufgezeigt. Ziel der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ist es daher, das Wissen der Bürger/innen als Experten des Alltags für ihr Lebensumfeld, ihre detaillierte Ortskenntnis, ihre Kreativität oder ihre individuellen Interessen als Potenzial für die zukunftsfähige Gestaltung und Entwicklung von Städten und Regionen noch stärker zu nutzen. Allerdings müssen dazu die heterogenen Beteiligungsbedingungen verschiedener Zielgruppen mit unterschiedlichem sprachlichen, Alters- oder Bildungshintergrund berücksichtigt werden.
Mit dem Projektaufruf werden innovative Formen der Bürgerbeteiligung gesucht. Es geht um Verfahren, in denen neue Wege für die Mitwirkung an Ideenfindung, Konzepterstellung, Alternativenformulierung oder Entscheidung über räumliche Entwicklung erprobt werden. Dies beinhaltet die Erarbeitung informeller Entwicklungskonzepte oder standortbezogener Beteiligung ebenso wie eine vollkommen neuartige und experimentelle bürgerschaftlich getragene Planungs- und Beteiligungskultur. Die Verfahren sollten Bezug zu einem der sechs Handlungsfelder der Nationalen Stadtentwicklungspolitik haben: Zivilgesellschaft, Soziale Stadt, Wirtschaft, Klimaschutz, Baukultur, Regionalisierung.
Planungsträger in Kommunen, Regionen, Fachplanungsträger, aber auch private Initiatoren räumlicher Planung und Entwicklungsprozesse wie z.B. Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften oder Projektentwickler sind angesprochen, sich mit Pilotprojekten für eine neue Beteiligungskultur zu bewerben. Auch Anträge im Rahmen von ehrenamtlichem Engagement aus der Bürgerschaft sind willkommen.
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