Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
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Broschüre »Interkulturelle Freiwilligenarbeit« - Erfahrungen und Tipps aus dem Projekt EngagementBrücken

Unter den beiden Leitfragen »Wie kann freiwilliges Engagement den Zusammenhalt zwischen Kulturen fördern?« und »Was benötigen Vereine und Initiativen für dieses interkulturelle Engagement?« interviewte die Kölner Freiwilligen Agentur e.V. im Herbst 2009 etwa 90 gemeinnützige Einrichtungen und 31 Freiwillige mit Migrationshintergrund. Die Ergebnisse wurden in der Broschüre »Interkulturelle Freiwilligenarbeit« mit Erfahrungen und Hinweisen für gemeinnützige Einrichtungen, Fortbildungsanbieter und die Politik veröffentlicht.

Die Studie empfiehlt, Integration nicht als Voraussetzung für ein freiwilliges Engagement anzusehen, sondern als eine mögliche Konsequenz. In der Umsetzung bedeutet dies z.B., die Forderung nach Sprachkenntnissen an dem für das Engagement notwendige Maß zu orientieren. Die Erfahrungen der interkulturell aktiven Einrichtungen zeigen, dass die Probleme in einem mehrsprachigen Team kleiner sind als oft befürchtet. Den Migrationshintergrund von Engagierten bekannt zu machen sei ein Vorteil, da ein interkulturelles Team auf viele potenzielle Freiwillige besonders attraktiv wirke.

Für die Gewinnung von Freiwilligen mit Zuwanderungsgeschichte wird u.a. empfohlen, die Engagementangebote der Einrichtung mehrsprachig zu verfassen, mit Migrantenorganisationen vor Ort zu kooperieren sowie im Engagementalltag den Prozess der interkulturellen Öffnung durch Reflexion und Beratung zu begleiten. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass interkulturelles Engagement dann gelingen kann, wenn eine Einrichtung ihre interkulturelle Öffnung als Querschnittsaufgabe ansieht und sich auf einen Entwicklungsprozess einlässt.

 

Hier können Sie die Broschüre herunterladen oder bestellen.