Wie lassen sich auch benachteiligte Jugendliche für einen Freiwilligendienst gewinnen und welche Anforderungen stellt dies an die Organisationen? Im Bundesprogramm »Freiwilligendienste machen kompetent« wurden in den letzten drei Jahren Erfahrungen gesammelt, wie benachteiligte Jugendliche verstärkt und gezielt in das Freiwillige Soziale und das Freiwillige Ökologische Jahr integriert werden können. Die Erkenntnisse aus dem Programm wurden nun in einem Praxisleitfaden zusammengefasst. Mit diesem Leitfaden soll gezielt der Erkenntnistransfer aus einem Modellprogramm in eine möglichst alltägliche Praxis unterstützt werden. Der Leitfaden richtet sich vor allem an Mitarbeiter von Trägern und Einsatzstellen des FSJ und FÖJ, die Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf für einen Freiwilligendienst gewinnen und dafür geeignete Strategien und praktische Herangehensweisen (weiter)entwickeln wollen.
Der Praxisleitfaden bildet den Entwicklungs- und Diskussionsstand am Ende der Programmlaufzeit ab und fasst neben Erkenntnissen der begleitenden Evaluation vieles von dem zusammen, was in den Vernetzungsworkshops der Projektträger präsentiert und diskutiert wurde. Erprobte Handlungsansätze und intensiv reflektierte Erfahrungen werden damit einer breiteren Fachöffentlichkeit vorgestellt. Der Leitfaden richtet sich auch an pädagogische Fachkräfte, die sich bereits seit längerem mit dieser komplexen Aufgabe beschäftigen und neue Impulse und praktische Anregungen für die eigene Praxis wünschen. Erreichen möchte der Leitfaden außerdem Einsatzstellen im FSJ und FÖJ sowie engagierte Anleiterinnen und Anleiter, die sich bewusst für die neue Zielgruppe öffnen wollen und dabei vor praktischen Herausforderungen stehen.
Der Leitfaden liegt auch als gedruckte Broschüre vor und kann über das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. bestellt werden.
Der Praxisleitfaden im Wortlaut (PDF)