Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
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»Engagiert für Integration«: Handlungsempfehlungen zum interkulturellen bürgerschaftlichen Engagement

Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen aus 16 Modellprojekten zum interkulturellen bürgerschaftlichen Engagement stehen im Mittelpunkt einer aktuellen Broschüre, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gemeinsam mit der Stiftung Bürger für Bürger vorgelegt hat. Aus Nordrhein-Westfalen werden Engagementprojekte aus Bochum, Köln, Münster und Paderborn vorgestellt.

Die vom BAMF geförderten und von der Stiftung Bürger für Bürger fachlich begleiteten 16 Modellprojekte decken ein breites Spektrum der Integrationsarbeit und des bürgerschaftlichen Engagements ab. Gegliedert in die thematischen Bereiche »Freiwilligenagenturen und Netzwerkbildung«, »Stärkung der Engagementbereitschaft«, »Mentoren/Paten« sowie »Interkulturelle und fachliche Qualifizierung« zeigen die porträtierten Projekte Wege auf, wie Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erreicht und ihre Beteiligungsbereitschaft und Teilhabechancen nachhaltig verbessert werden können.

In der Broschüre wird festgestellt, dass sich das bürgerschaftliche Engagement in der Integrationsarbeit gewandelt hat: vom Engagement für die Zuwanderer zum Engagement von und mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Neben der interkulturellen Öffnung von Verbänden und Diensten ist in diesem Zusammenhang die Abkehr vom Defizitansatz eine zentrale Handlungsempfehlung zur Verbesserung des interkulturellen bürgerschaftlichen Engagements: Im Vordergrund sollten stets die Kompetenzen und Fähigkeiten der Migrantinnen und Migranten stehen, denn diese sind mit ihren spezifischen Potenzialen und Ressourcen ein Gewinn für das Gemeinwesen. Die Angebote zur Stärkung der Engagementbereitschaft von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte müssen sich deshalb immer auch an den Bedürfnissen der freiwillig Engagierten orientieren.

Die Dokumentation richtet sich an Politik und Verwaltung wie an Projektträger und potenzielle Antragsteller. Sie steht online (PDF) zum Abruf bereit.