In Deutschland sind aktuell 257 Bürgerstiftungen in Städten, Gemeinden und Regionen aktiv. Nordrhein-Westfalen liegt mit 71 Bürgerstiftungen wie im Jahr 2008 bundesweit an der Spitze. Zu diesen Ergebnissen kommt der »Länderspiegel Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2009«, den die Aktive Bürgerschaft zum bundesweiten »Tag der Bürgerstiftungen« am 1. Oktober vorgelegt hat.
In Nordrhein-Westfalen befinden sich sieben der bundesweit 28 Bürgerstiftungen mit einem Stiftungskapital von über 1 Mio. Euro. Mit einem durchschnittlichen Gründungskapital von 254.000 Euro pro Bürgerstiftung belegt Nordrhein-Westfalen ebenfalls eine Spitzenposition: das Gründungskapital übersteigt den Bundesdurchschnitt etwa um das Doppelte. Die größte Bürgerstiftung nach Einwohnern in NRW ist die Bürgerstiftung Köln (989.766 Einwohner/innen), die größte Bürgerstiftung nach Fläche die Bürgerstiftung Nationalpark Eifel (2.190 km²).
Trotz der Finanzkrise hat sich das Stiftungskapital der Bürgerstiftungen in Deutschland im vergangenen Jahr auf insgesamt 132,4 Mio. Euro erhöht. Nach Angaben des Reports beruht dieses Wachstum im Wesentlichen auf dem erfolgreichen Einwerben von Zustiftungen durch die bereits bestehenden Bürgerstiftungen. Rund 90% des im Jahr 2008 zugestifteten Kapitals stammt demnach von Privatpersonen und Unternehmen.
Etwa 40% der bundesdeutschen Bevölkerung haben potenziell Zugang zu Bürgerstiftungen, sei es als Stiftende, Spendende, Engagierte oder Projektantragstellende. In Ostdeutschland existieren jedoch deutlich weniger Bürgerstiftungen als in Westdeutschland.
Mit dem »Länderspiegel Bürgerstiftungen 2009« dokumentiert die Aktive Bürgerschaft im vierten Jahr in Folge die Entwicklung von Bürgerstiftungen in den Bundesländern. An der Datenerhebung 2009 beteiligten sich 90% aller Bürgerstiftungen. Der Länderspiegel 2009 steht online zum Abruf bereit.