Corporate Social Responsibility (CSR) steht für die Idee, ein Unternehmen so zu führen, dass es - ohne Beeinträchtigung seiner Gewinninteressen - einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gemeinwesens leistet und zugleich schädliche Auswirkungen seiner Tätigkeit für Menschen und Umwelt auf ein Mindestmaß beschränkt oder ganz vermeidet. Das »Nationale CSR-Forum« hat Anfang Juli in Berlin seinen Bericht an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, übergeben. Darin empfiehlt das Forum der Bundesregierung, einen Nationalen Aktionsplan zum Thema CSR zu erstellen und legt dazu konkrete Vorschläge vor. Das Spektrum der Vorschläge umfasst sowohl die Stärkung der Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit von CSR, die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die Einbeziehung von CSR in Bildung und Forschung, mögliche Beiträge zur Bewältigung von Herausforderungen wie dem demografischen Wandel wie auch Vorschläge zu CSR in der internationalen Zusammenarbeit.
Das CSR-Forum, dem 44 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaft angehören, berät das Bundesministerium für Arbeit und Soziales seit Anfang 2009 bei der Entwicklung einer Nationalen CSR-Strategie. Das CSR-Forum fordert ein intensiviertes Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen. CSR soll die Bedingungen nachhaltig funktionierender Märkte verbessern und zugleich gewinnbringend für Gesellschaft und Unternehmen sein. Zudem stärkt CSR den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft und leistet einen Beitrag zur sozialen und ökologischen Gestaltung der Globalisierung.
Der Bericht im Wortlaut (PDF)