Älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte Zugänge zur Kultur zu eröffnen und sie zu bürgerschaftlichem Engagement für ein kulturelles Projekt anzuregen: das ist Ziel des Pilotprojektes »Kulturführerschein International«, das von September 2009 bis April 2010 in Wuppertal durchgeführt wird. Träger des Projekts ist das Institut für Kultur und Bildung e.V. in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V. und dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Nordrhein. Das Institut für Bildung und Kultur will Kunst, Kultur und kulturelle Bildung in den verschiedensten gesellschaftlichen Feldern stärken.
Das Pilotprojekt ist eine Weiterentwicklung des Konzepts Kulturführerschein, das Menschen ab 50 Jahren Möglichkeiten zum Kulturengagement vermitteln will. Der Kulturführerschein ist seit einigen Jahren erfolgreich eingeführt, allerdings nur mit vereinzelter Teilnahme von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Um auch ältere Migrantinnen und Migranten für eine Teilnahme zu gewinnen, wurde das Konzept durch die Trägerorganisationen angepasst.
Die Fortbildung besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. In der Theoriephase werden auf kreative Art und Weise die Sparten Literatur, Kunst, Musik, Stadtgeschichte und Theater vorgestellt und aktiv erkundet. Bei thematischen Exkursionen lernen die Teilnehmenden die Kultureinrichtungen kennen, schauen hinter die Kulissen und treffen zum Gespräch mit Fachleuten zusammen. Zum Abschluss planen und organisieren sie eine Kulturveranstaltung zu einem Thema, das ihnen besonders am Herzen liegt. Das Projekt Kulturführerschein International wird vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein Westfalen gefördert.
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